Google Wallet

Wer hätte das gedacht. Google Wallet wird nun doch noch Realität. Das hatte man schon seit längerem bezweifelt. Besonders wenn man bedenkt, dass die Google Wallet seit langem existiert aber bislang nur für Transaktionen im Google Play Store funktionierte… Dabei wäre es doch praktisch, wenn jeder, der ein Google Konto hat, auch die Google Wallet benutzen kann. Beispielsweise, wenn man eine Einzahlung im Online Casino machen möchte, nachdem die Ice Casino 25 euro bonus ohne einzahlung aufgebraucht sind. Aber vielleicht sollten wir nicht mit der Tür ins Haus fallen. Nicht jeder wird wissen, worum es hier überhaupt geht. Deshalb holen wir ein wenig weiter aus.

Was ist die Google Wallet

Google ist wahrscheinlich einer jener Konzerne, den fast jeder auf der Welt kennt – zumindest überall dort, wo Internet eine nennenswerte Rolle spielt. Die Google Suchmaschine hat die Suche im Web revolutioniert und auf einzigartige Weise dafür gesorgt, dass jeder das findet, was er sucht. Das konnte man einst von Yahoo, Altavista und wie sie alle hießen, nicht gerade behaupten. Google indexierte Milliarden von Websites und schafft es mittels kniffeliger Mechanismen, alles das abzurufen, was bei Websuchen benötigt wird. Grandios. Dabei ist Google inzwischen längst mehr als nur Suchmaschine. Die Gruppe verfügt über einen eigenen Browser (Chrome), ein Betriebssystem (Android), eigene Handys und Notebooks und natürlich einen Bezahldienst, der nun endlich für die breite Masse konzipiert wird. Das ist die Google Wallet.

Wozu braucht man eine Google Wallet

Wenn man Sie fragt, was Sie immer bei sich haben, wenn Sie das Haus verlassen. Was antworten Sie? In den meisten Fällen werden Sie sagen: Schlüssel, Handy und Geldbörse. Die Geldbörse ist im Idealfall gefüllt. Zumindest Debit-Karten sollten vorhanden sein, damit man im Falle des Falles etwas bezahlen kann. Wie wäre es, wenn man die Geldbörse daheimlassen kann, weil man sie mithat, wenn man das Handy mit dabeihat? Oder gar die Sammlung aller Kundenkarten und Schlüssel? Klingt gut, oder? Eben. Das ist die Google Wallet. Eine digitale Geldbörse ähnlich Paypal, Skrill, Neteller und wie sie alle heißen, dazu ersetzt sie die Kreditkarten, Kundenkarten, Schlüsselkarten für Fahrzeuge, Tickets, Coupons oder gar Ausweise. Die Anforderungen sind nicht allzu groß, wenn Sie diesen Dienst nutzen möchten.

Funktioniert das auch?

Kurios ist, dass es Google Wallet schon einmal gab. Die Version 1.0 musste allerdings dem Nachfolgedienst Android Pay weichen. Android Pay vereinte 2018 verschiedene Bezahlfunktionen und sollte somit für Kunden möglichst attraktiv sein. Nur blieb der Erfolg bis zu einem gewissen Punkt aus. Vielleicht deshalb, weil es ein wenig mehr braucht, als „nur“ digitale Geldbörse zu sein? Schwer zu sagen. Aber der Ruf nach weiteren Funktionen blieb nicht ungehört. Google Wallet 2.0 steht somit am Start. Das einzige Problem zurzeit ist, dass keine digitalen Ausweise implementiert werden können. Bis jetzt. Ende des Jahres sollte das Problem aber gelöst sein. Die Entwickler stünden mit sämtlichen verantwortlichen Behörden in Kontakt, so heißt es. Den Anfang werden dann – wen wundert es – die US-amerikanischen Dokumente machen. Also US-Führerscheine und US ID-Cards. Wie lange es dauern wird, bis auch deutsche oder österreichische Dokumente in die Google Wallet kommen können, ist noch nicht abzusehen.

Und so geht das Ganze

Die Funktionsweise wird simpel gehalten. Der Nutzer braucht einen Google Account. Soweit dürfte das plausibel sein. Wer keinen hat, muss sich einen zulegen. Wer mit der Wallet Bezahlungen tätigen will, muss zudem eine Kreditkarte haben. Die Kartendetails lassen sich direkt in der Google Wallet eingeben. Ist das erst einmal hinterlegt, kann man Zahlungen durch die Eingabe eines Passworts ganz einfach in die Wege leiten. Wer mag, kann auch den NFT-Chip des Handys verwenden, um an Kartenterminals Zahlungen zu tätigen. Soweit die Theorie. In der Praxis bedeutet das, dass man noch einige kleine Hürden meistern muss. Und der Händler muss einen Kartenterminal haben, um NFT zu ermöglichen.

Fazit

Die Ankündigung der neuen Google Wallet ist vielversprechend. So wirklich darauf gewartet scheint die Welt bis jetzt nicht zu haben. Man hat das Gefühl, als wäre die Haltung der großen Masse eher abwartend und zögernd. Es ist im Prinzip eine Geschichte, die sich wiederholt. Google versucht eine App so zu launchen, um eine Lücke zu füllen. Das Problem ist nur, dass dies nur dann gelingt, wenn die Nachfrage dafür vorhanden ist und wenn die Verfügbarkeit aller Dienste gegeben ist. Wem nützt eine App, die sämtliche Ausweise usw. integrieren kann, wenn das aufgrund bürokratischer Hürden nicht funktioniert? Genau dann scheitert das Vorhaben, mit einer solchen App erfolgreich zu sein. So bleibt ein eher schaler Nachgeschmack, der die Vorfreude hemmt. Es wird abzuwarten sein, ob die App in den USA die Erwartungen der Nutzer erfüllen wird können. Wenn dem so ist, ist die Chance gut, dass das Ganze auch in Europa entsprechend umgesetzt wird und die App auch hier eine Erfolgsgeschichte wird. Warten wir ab. Die Zeit wird es zeigen. 

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