Cybersicherheit als Gamer: Sollte man zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen treffen?

Die Videospielindustrie erfährt weiterhin ein enormes Wachstum. Im Jahr 2016 wurde der Wert der Industrie für 2020 auf 90 Milliarden Dollar geschätzt, aber der tatsächliche Wert spielte sich wahrscheinlich eher in der Größenordnung 160 Milliarden ab. Dass diese Zahlen nicht nur Investoren auf den Plan rufen, sondern auch Kriminelle, sollte nicht weiter verwunderlich sein. Die erhöhte Digitalisierung in den letzten Jahren hat der Cyberkriminalität laut Experten noch einmal einen Schub verliehen.

Was kann bei der Sicherheit von Gamern problematisch sein?

Viele Gamer sorgen sich nicht allzu sehr um ihre Sicherheit und haben entsprechende Risiken nicht wirklich im Blick. Heutzutage ist es einfach, am Tablet oder Smartphone Spiele zu spielen und man ist dabei nicht ortsgebunden. Das gilt besonders auch für die Online Casinobranche. Spielautomaten und Game-Klassiker wie Poker können nicht nur im Browser auf dem Laptop, sondern auch auf dem Smartphone gespielt werden. Zu diesem Thema finden Sie mehr hier. Besonders unterwegs nutzen viele Spieler öffentliche WLAN-Netzwerke, um ihr Datenvolumen zu schonen und auf eine stabile Internetverbindung zugreifen zu können. Genau das kann aber einige Probleme mit sich bringen:

Datensicherheit in öffentlichen Hotspots

Für Kriminelle ist es relativ leicht, sich in einem öffentlichen Hotspot die Daten von unvorsichtigen Internetnutzern unter den Nagel zu reißen. Es empfiehlt sich daher, in einem öffentlichen Hotspot nur mit aktivem VPN zu surfen. Diese Technologie leitet Ihren Traffic über einen Server um und der Angreifer kann nicht mehr ohne Weiteres an Ihre Daten kommen.

DDoS

DDoS steht für „Distributed Denial of Service” und bezeichnet eine Methode, mit der Kriminelle ganz viel Datenverkehr auf einmal an eine Webseite oder ein Netzwerk schicken. Unter dieser enormen Spitzenlast brechen die meisten Server zusammen, wodurch die Website oder der Dienst nicht richtig funktioniert. In diesen Momenten kann der Kriminelle angreifen. 

Betrüger

Natürlich kann es auch bei Videospielen vorkommen, dass Sie um Ihr Geld oder um virtuelle Items betrogen werden. In Spielen mit integriertem Marktplatz wie Counter Strike: Global Offensive oder Rocket League ist beispielsweise ein beliebter Trick, dass dem Spieler erzählt wird, man habe einen Fehler im Spiel gefunden, mit dem man jedes Item verdoppeln könne. Der Spieler müsse nur eines seiner Items hergeben, das er gern verdoppeln würde. Natürlich erhalten die Betroffenen nie etwas zurück. 

Längst nicht jeder Scam ist aber vergleichsweise leicht zu durchschauen wie dieser Trick – und nicht immer braucht es Sicherheitslücken dafür. Wer beispielsweise Retro-Spiele sammelt und dafür seltene Sammlerstücke erwirbt, ist einem hohen Risiko ausgesetzt, eine Fälschung verkauft zu bekommen. 

Schadsoftware

Wer sich aktiv auf die Suche nach Hacks begibt und einige davon auf seinem Rechner installiert, um in einem Spiel einen unfairen Vorteil zu erlangen, kann sich nie sicher sein, dass nicht noch etwas anderes mit dem Download einhergeht. Abgesehen von den rechtlichen Problemen, die der Spieleentwickler machen kann, kann man sich über einen solchen Download auch Schadsoftware einfangen.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

In Bezug auf öffentliche WLANs hat sich die Nutzung eines VPNs als recht zuverlässige Stütze für die Sicherheit herausgestellt. Allerdings kann man sich nicht vor jeder Bedrohung schützen. Gegen Betrüger helfen beispielsweise oft nur gesunder Menschenverstand und ein dezentes Misstrauen. Außerdem sollte man sich natürlich bei Passwörtern an möglichst komplexe Kombinationen halten. Damit Kriminelle sich nicht einfach Ihr Konto in einem Spiel aneignen können, sollten Sie zudem immer die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, wenn das Spiel ein solches System anbietet.

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