Vorsicht, betrügerische E-Mails im Namen der Bundespolizei

Betrüger geben sich als die Bundespolizei aus und werfen Ihnen schwere Straftaten vor, um Sie zur Handlung zu zwingen. Vorsicht!

– – – Der Name der Bundespolizei wird missbräuchlich von Betrügern verwendet. Sie ist nicht verantwortlich für diese E-Mails. – – –

Vorsicht, betrügerische E-Mails im Namen der Bundespolizei (Quelle: bundespolizei.de)
Vorsicht, betrügerische E-Mails im Namen der Bundespolizei (Quelle: bundespolizei.de)

Die Bundespolizei droht mit Veröffentlichung Ihrer Straftaten

Eins muss man Betrügern lassen: Kreativ sind sie. Aktuell gehen vermehrt betrügerische E-Mails herum, in denen sie sich als Bundespolizei ausgeben und Ihnen unter anderem Kinderpornografie unterstellen, die bei Ihnen gefunden wurden. Wenn Teile der E-Mails auch einigermaßen glaubwürdig erscheinen, sollte Sie der letzte Teil des virtuellen Schreibens aufwecken.

In diesem drohen die Betrüger, Ihre Daten an die Medien zu geben, um Sie vogelfrei zu erklären. Weiterhin ist es ebenso unrealistisch, dass Sie in einem solchen Verfahren vorgewarnt werden und man Ihnen Zeit lassen würde, alle Beweise zu löschen.

Antworten Sie auf keinen Fall auf derartige Mails und zahlen Sie kein Geld. Es handelt sich hierbei indiskutabel um einen Betrugsversuch!Und zwar einen der ekelhaftesten Sorte,

So lautet der Bundespolizei-Scam:

Zu deiner Aufmerksamkeit

Ich bin Herr xxx, Abteilungsleiter der Polizei der Jugendschutzbrigade. Nach einer Computeruntersuchung möchten wir Sie darüber informieren, dass Sie Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren wegen der folgenden Straftaten geworden sind;

  • Kinderpornografie
  • Pädophilie
  • Der Exhibitionist
  • Cyberpornografie
  • Sexhandel

Bitte beachten Sie, dass das Gesetz Nr. 3627 zur Stärkung der Belämpfung der Kinderkriminalität die Strafen der Angeklagten erhöht, wenn die oben genannten Straftaten über das Internet begangen werden.

Unsere Untersuchung zeigt, dass Sie diese Straftaten nit mehreren Minderjährigen begangen haben, nachdem Sie auf Werbeweiten, in Ihren E-Mails und sozialen Netzwerken aufgeführt wurden. Ihre Nacktfotos, die Sie an Minderjährige sneden, wurden von Cyber-Polizisten aufgenommen. Diese Fotos sind ein Beweis für Ihre Vergehen.

Sie werden gebeten, sich per E-Mail Gehör zu verschaffen, indem Sie Ihre Begründungen schreiben, damit diese innerhalb einer strengen Frist von 24 Stunden untersucht und überprüft werden können, um die Strafen zu beurteilen. Nach Ablauf dieser Frist sind wir verpflichtet, unseren Bericht an Herrn xxxx Staatsanwalt beim Amtsgericht Bonn und Fachanwalt für Cyberkriminalität zu übermitteln, einen Haftbefehl gegen Sie zu erlassen und dann die Ihrem Wohnort nächstgelegene Polizeidienststelle zu übersenden Ihres Wohnsitzes für Ihre Festnahme und um sie als Sexualstraftäter zu registrieren, übermitteln Sie Ihre Akte an mehrere überregionale Nachrichtensender zur Ausstrahlung, wo Ihre Familie, Verwandte und ganz Deutschland sehen können, was Sie auf Ihren Computer gemacht haben.

Jetzt wurden Sie gewarnt.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie betrügerische E-Mails:

  • Sie haben diese Straftaten nicht begangen
  • Keine persönliche Anrede und persönlicher Ansprechpartner
  • Der Text wurde als Bild eingefügt
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Sie werden aufgefordert, Ihre Daten über einen Link zu aktualisieren bzw. sich einzuloggen
  • Fehlender Hinweis in Ihrem Account (sofern einer besteht)
  • Die Absender- und Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)
  • Keine Bank der Welt wird einen solchen Datenabgleich per E-Mail verlangen

Wie Sie sich schützen:

  • Klicken Sie niemals E-Mail-Links an, ganz gleich, wie echt sie aussehen mag
  • Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie einen neuen Tab und loggen sich dort in Ihr Konto ein
  • Rufen Sie niemals die Nummern in den E-Mails an, sondern googeln Sie sie
  • Antworten Sie nicht auf E-Mails
  • Schicken Sie kein Geld raus

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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