Mit einem VPN die Privatsphäre schützen: So geht es

Cyberkriminalität ist mittlerweile ein Massenphänomen und macht jeden Besuch im Internet zu einem Risiko. Internetnutzer setzen deshalb immer häufiger auf ein VPN, um ihren Datenverkehr zu verschlüsseln und ihre Privatsphäre zu schützen. Doch selbst dann lauern Fallstricke – allzu oft im Kleingedruckten der Bedingungen des VPN Providers. Wir erklären, wie zuverlässiger Schutz mit einem VPN möglich ist und worauf es dabei ankommt.

Cyberrisiken nehmen zu

Cyberrisiken gewinnen immer stärker an Bedeutung. Einerseits wächst die kriminelle Energie teils organisierter Organisationen, die es auf sensible Daten von Internetnutzern abgesehen haben. Andererseits zeigen sich allzu viele Nutzer nach wie vor arglos und ermöglichen Cyberkriminellen dadurch erst das Eindringen in die Privatsphäre.

Dabei gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen sich Risiken minimieren lassen. Die mittlerweile fast täglichen Berichte über Cyberqualität sollten dafür Anlass genug sein. Viele Privatpersonen glauben, dass sie selbst nicht interessant für Cyberkriminelle und deshalb nicht in Gefahr seien. Doch dies ist ein grober Trugschluss. 

Hacker setzen immer häufiger Trojaner, Malware und andere Schadsoftware ein, um Nutzer auszuspähen. Im schlimmsten Fall gelangen dann sensible Daten aus sozialen Netzwerken, Bankkonten etc. in falsche Hände. Die Schäden können schnell beträchtlich werden – und mitunter sogar zu einer echten Bedrohung der Sicherheit werden. 

Letzteres ist etwa in der Gamingszene zu beobachten. Aggressive Mitspieler rächen sich an ungeliebten Multiplayer „Kollegen“ und dringen in deren Privatsphäre ein. In der Vergangenheit gab es hier bereits eine Reihe teils gravierender Straftaten, die unter dem Oberbegriff Swatting zusammengefasst werden. Mediale Aufmerksamkeit erfahren auch immer wieder Erpressungsfälle. Erpresser gelangen an wichtige Daten und verlangen Geld (meistens in Form einer Bitcoin Zahlung), damit diese nicht an alle Kontakte des Opfers versendet werden.

VPN bietet Schutz 

Geht es um mehr Privatsphäre im Internet, fällt fast immer ein Schlagwort: Virtuelles privates Netzwerk (VPN). Tatsächlich bietet ein VPN erheblichen Schutz. Ein VPN ist eine geschützte Netzwerkverbindung innerhalb der Infrastruktur öffentlicher Netzwerke. Deshalb wird es auch als Tunnel bezeichnet. Das VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr und macht ihn für dritte unlesbar. Unbefugte erfahren so nicht, welche Webseiten ein Internetnutzer besucht, wonach er bei Suchmaschinen sucht, was er in Formulare eingibt etc.

Ein VPN bietet weitere Vorteile. Internetnutzer bewegen sich im Internet hier über einen Remote Server, der gewissermaßen als Stellvertreter fungiert. Die eigene IP-Adresse des Nutzers ist für Dritte nicht mehr sichtbar. Dies gilt dadurch auch für den Standort des Internet Nutzers. Dieser kann seine Identität wirksam verschleiern und so die Privatsphäre schützen.

Manche VPN Provider werden selbst zum Risiko

Bei der Wahl eines VPN Providers kommt es allerdings auf Details an. Im schlimmsten Fall wird der VPN Provider selbst zum Risiko. Schließlich kann dieser seine Kunden identifizieren. Speichert er alle Daten, gelangt der Kunde letztlich vom Regen in die Traufe.

In der  Praxis ist die Suche nach einem geeigneten Provider nicht ganz einfach. Fast alle Anbieter versprechen, den gesamten Datenverkehr, Verbindungsprotokolle etc. konsequent zu löschen. Häufig ist dies jedoch nur eine werbliche Aussage ohne Substanz. Entscheidend ist das Kleingedruckte. Hier muss es eine verbindliche Maßgabe zur Protokollierung geben.

Auf der sicheren Seite mit No Log VPN

Verzichtet ein Provider auf jegliche Protokollierung, handelt es sich um ein No Log VPN. Bei einem VPN ohne Log sind Anwender zu 100 % anonym und diskret unterwegs. Hier werden weder IP-Adressen, noch DNS Anfragen, der Browserverlauf oder andere Details des Datenverkehrs gespeichert. 

Nicht alle VPN Anbieter können dies leisten. So können Provider mit Sitz in Deutschland bzw. der EU gar nicht vollständig auf Protokollierung verzichten – dem steht die hiesige Pflicht der Anbieter zur Vorratsdatenspeicherung entgegen. VPN Anbieter ohne Log sind deshalb häufig Anbieter aus Übersee. 

Der Standort spielt jedoch für die  technische Qualität keine Rolle, da die Betreiber ohnehin Server auf der gesamten Welt unterhalten. Bei den meisten VPN  Providern ist es zudem möglich, monatliche Abonnements mit niedrigen Beiträgen abzuschließen. Kunden müssen somit nicht für längere Zeiträume in Vorleistung gehen.

Manche Anwender fürchten, allein durch die Zahlungen an einen VPN Provider in Übersee ohne Protokollierung ins Visier inländischer Behörden zu geraten. Hier gibt es einen leichten Ausweg: Diese Anbieter akzeptieren häufig auch Zahlungen mittels Bitcoin. Dann ist maximale Anonymität gewährleistet.

Fazit 

Ein VPN schützt die Privatsphäre – insbesondere, wenn Internetnutzer sich für ein VPN ohne Log entscheiden. Diese Anbieter speichern keinerlei IP-Adressen, DNS Anfragen, Nutzungsverläufe etc. Hier können Anwender vollständig anonym im Internet surfen sowie Gaming Plattformen und Streamingdienste zugreifen und sind gut vor Cybergefahren geschützt.

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