Drei Millionen Dollar Spende durch Powerball-Jackpot?

Unerwartet drei Millionen Dollar geschenkt bekommen, weil ein fremder Mensch großzügig ist? Klingt fast zu gut, um wahr zu sein…

Drei Millionen Dollar Spende (Screenshot)
Drei Millionen Dollar Spende (Screenshot)

Der Powerball-Jackpot

Wer könnte nicht drei Millionen Dollar gebrauchen, so ganz ohne das er etwas dafür tun muss? Genau hier liegt das Problem, denn auf diesen Wunsch bauen Betrüger jeden Tag. Sie spielen mit Wünschen, Hoffnungen und Problemen, die sich durch eine angebliche Spende erfüllen und lösen lassen würden. Doch wann immer ein Deal zu schön und einfach klingt, findet sich ein Haken an der Sache.

Es handelt sich bei solchen E-Mails immer um einen Betrugsversuch!Kein „vielleicht“, kein „aber“, kein „es wäre so schön“. Es handelt sich ausnahmslos um Betrug. Am Ende werden Sie mehr Geld los sein, als Sie jemals sehen werden – was genau dann besonders fatal ist, wenn Sie ohnehin finanzielle Schwierigkeiten haben und deswegen auf die Echtheit dieser großzügigen Spende hoffen.

So (oder so ähnlich) lautet die Mail:

Drei Millionen Dollar wurden Ihnen von Manuel Franco gespendet, der am 23. April 2019 den Powerball-Jackpot von 768 Millionen Dollar gewann. Kontaktieren Sie ihn per E-Mail, um weitere Informationen zu erhalten

Wieder ein klassischer Vorschussbetrug

Diese Betrugsform nennt sich „Vorschussbetrug„. Dabei wird Ihnen wie in diesem Fall eine hohe Summe in Aussicht gestellt, allerdings bittet man Sie zuerst zur Kasse. Im Laufe des Gesprächs teilt man Ihnen mit, dass die Überweisung auf Ihr Konto eine Gebühr für beispielsweise amtliche Beglaubigungen und Transferkosten kostet.

Diese angeblichen Gebühren überweisen Sie auf ausländische Konten – im besten Fall hören Sie nie wieder etwas von den Betrügern und sich vergleichsweise eine kleine Summe ärmer, doch es gibt auch die Sorte, die Sie so lange schröpft, wie es geht und Sie tausende Euro los sind.

Antworten Sie niemals!

Wir können Sie nur warnen, niemals auf solche E-Mails zu reagieren. Zum einen sind Sie schneller in ein Gespräch verwickelt, als Sie gucken können und zum anderen bestätigen Sie die aktive Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse. Daraufhin folgen mehr solcher E-Mails.

Hereingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

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