Flirt-Spam: „Hi ich bin… “ – Achtung, Abofalle!

Eine nette Nachricht von einer bis dato fremden Person, die Sie kennenlernen möchte? Wann Sie von Flirt-Spam ausgehen können und wann nicht, erklären wir Ihnen.

Flirt-Spam (Screenshot)
Flirt-Spam (Screenshot)

Der Flirt, der keiner ist

Nina K., oder Julia, wie sie sich in der E-Mail nennt, ist eine ganz normale Frau, wie sich dem Profil auf anonyme-flirts.net entnehmen lässt.

Angeblich hat sie Sie gesehen und wie durch Zauberhand Ihre E-Mail-Adresse herausgefunden.

Doch würde eine Mama auf einer Flirtseite ganz offen ein Foto von sich und ihrer Tochter hochladen, zusätzlich zu den Information, dass sie eine Affäre oder einen ONS sucht, zusätzlich zu erotischen Fotos? Würde eine Mutter ihr Kind nicht in der Regel raushalten?

Richtig! Deswegen können Sie spätestens jetzt davon ausgehen, dass nicht nur die E-Mail ein Fake ist, sondern auch das Profil. Die Fotos – so vermuten wir – wurden aus dem Netz geklaut und auf dieser Seite verwendet, um User anzulocken. Mit ganz normalen und hübschen Frauen klappt das besser als mit Modelerscheinungen.

An dieser Stelle können wir Ihnen zwei Dinge raten: Melden Sie sich nicht an und passen Sie auf die Fotos auf, die Sie im Internet hochladen oder an Fremde versenden. Es kann gut sein, dass die Frau auf den Fotos in einen erotischen Chat verwickelt wurde oder die Fotos von einer ehemaligen Liebschaft missbraucht werden – das Netz vergisst nie!

So lautet das Deutsche-Bank-Phishing:

Hey, ich bin Julia. Ich war vor ein paar Tagen mit einer Kollegin unterwegs, da bist du mir vor dem Bäcker aufgefallen. Du bist wirklich hübsch 😉 . Ich habe mich aber nicht getraut dich anzuquatschen. Meine Kollegin meinte, dass sie dich flüchtig kennt und deine Handynummer und deine E-Mailadresse hat. Deine Handynummer wollte Sie mir aber leider nicht einfach so geben. Aus diesem Grund schreib ich dir einfach. Würde dich wirklich gerne kennenlernen. Hast du Lust einen Kaffee bei mir zu trinken?

Auf der Internetseite hier sind auch Bilder von mir. Es ist kostenfrei. Ich würde vorschlagen, dass du mir zunächst über dieses Portal schreibst. Dann gebe ich dir da auch gerne meine Nummer und wir schreiben über WhatsApp weiter.

Ich freu mich auf deine Antwort und hoffe es klappt.

Bis später,
Julchen“

So läuft es auf diesen Seiten

Wenn Sie sich auf einer Flirtseite anmelden möchten, werfen Sie immer einen Blick in die AGB. Oft werden Sie einen Hinweis wie bei finden:

Ein fiktives Profil (unabhängig vom Geschlecht) kann sowohl von einem männlichen Moderator, als auch von einer weiblichen Moderatorin betrieben werden.

Weiter heißt es:

Moderatoren, bzw. fiktive Profile sind nicht dazu verpflichtet im Dialog mit einem Mitglied zuzugeben, dass Sie nicht real sind, da jeder Aussage wie weiter oben beschrieben, frei erfunden ist und dies in diesen AGB festgehalten ist. Jedes Mitglied bestätigt bei der Registrierung, dass die AGB gelesen und verstanden wurden.“

Und weiter:

Der Betreiber stellt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Dienste zur Verfügung. Mit der kostenfreien Registrierung kann der Nutzer ein Profil anlegen, die Profile anderer Nutzer einsehen sowie Nachrichten anderer Nutzer lesen. Nutzer, die sich für den zusätzlichen kostenpflichtigen Dienst entscheiden, können zusätzlich zu den kostenlosen Diensten andere Nutzer kontaktieren und ihnen Nachrichten schreiben. Dies erfolgt über das Kostenpflichtige aufladen einer virtuellen Währung…..

Was heißt das im Klartext?

Sie sollen durch Fake-Profile dazu animiert werden, Ihr Konto aufzuladen, um überhaupt auf Nachrichten antworten zu können. Da viele Nutzer hoffen, echte Kontakte zu knüpfen, ist dies ein gefährliches Spiel mit Gefühlen und Gelüsten, welches Sie auf keinen Fall unterstützen sollten, denn Ihnen wird mit Flirt-Spam das Geld aus der Tasche gezogen.

 

 

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