Web.de Erinnerung: Fake-Gewinnspiel – Achtung!

Eine angebliche Web.de Erinnerung lockt in die Abo-Falle. Wie genau die Masche funktioniert, erfahren Sie hier.

– – – Nicht nur Sie sind, sondern auch die web.de ist in diesem Fall Opfer von Betrügern geworden, denn das Unternehmen hat mit diesen Mails nichts zu tun. – – –

Web.de Erinnerung - Achtung! (Screenshot)
Web.de Erinnerung – Achtung! (Screenshot)

Am Ende verlieren Sie nur

Eine Web.de Erinnerung möchte Ihnen zuerst vermitteln, dass Sie eine Geschenkkarte erhalten, dann geht es allerdings um Handys. Treue Leser werden sich schon denken können, worauf diese Spammail abzielt, denn dies kennt man schon von angeblichen DHL-Benachrichtigungen.

Um ein teures Handy für einen Schnapperpreis zu erhalten, sollen Sie ein paar Fragen beantworten und anschließend Ihre Daten angeben. Erst auf der letzten Seite – und auch nur, wenn sie ausdauernd genug sind, ans Ende zu scrollen, finden Sie das „Kleingedruckte“.

So lautet die Web.de Erinnerung:

Web.de

Sehr geehrter Kunde [Ihr Name], herzlichen Glückwunsch

www.web.de
Geschenkkarte 200 €

Gratisgeschenk für unsere treuen Kunden

Sie dein Geschenk“

Müssen Sie zahlen?

Am Ende der Seite klärt man auf, dass Sie ein Testabo eingehen, welches sich automatisch verlängert. Doch keine Sorge, selbst wenn Sie in die Falle tappen, müssen Sie nichts zahlen! Als Verbraucher sind Sie gesetzlich durch die sogenannte „Buttonlösung“ abgesichert. Damit ist gemeint, dass klar ersichtlich sein muss, dass Sie einen kostenpflichtigen Vertrag eingehen (z. B. mit „Zahlungspflichtig bestellen“, „kostenpflichtig bestellen“ o.ä.)

Die Erwähnung der Kosten im Kleingedruckten ist somit nicht rechtens und es besteht kein Vertrag zwischen Ihnen und dem Anbieter. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der Button noch umgestaltet wird, sodass die Beweislage nachher schwierig wird.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie sind kein Deutsche Kreditbank AG-Kunde und hatten nie ein Konto
  • Keine persönliche Anrede und persönlicher Ansprechpartner
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Sie werden aufgefordert, Ihre Daten über einen Link zu aktualisieren
  • Kein seriöses Unternehmen dieser Welt wird Sie per E-Mail dazu auffordern, Ihre Daten über einen Link zu aktualisieren
  • Fehlender Hinweis in Ihrem echten Account (sofern vorhanden!)
  • Die Absender- und Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)

Wie Sie sich schützen:

  • Klicken Sie niemals E-Mail-Links an, ganz gleich, wie echt sie aussehen mag
  • Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie einen neuen Tab und loggen sich dort in Ihr Konto ein
  • Rufen Sie niemals die Nummern in den E-Mails an, sondern googeln Sie sie
  • Antworten Sie nicht auf E-Mails

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute
  • Wenden Sie sich unter 030 120 300 00 (7 Tage, 24 Stunden) oder über das Kontaktformular

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