Achtung, Vorschussbetrug mit COVID-19-Unterstützung

Einige Branchen können von der staatlichen COVID-19-Unterstützung bzw. der Corona-Überbrückungshilfe zehren. Die, die nicht beteiligt werden, könnten auf unseriöse E-Mails hereinfallen.

Vorschussbetrug mit COVID-19-Unterstützung (Screenshot)
Vorschussbetrug mit COVID-19-Unterstützung (Screenshot)

Hilfe aus heiterem Himmel

Sicher kennen Sie bereits die E-Mails, in denen Ihnen eine unbekannte Person oder ein angeblicher Rechtsanwalt schreibt und Sie mit einem großzügigen Erbe beglücken möchte, weil dieser Mensch sehr krank ist. Betrüger sind auf Zack, weswegen einige die Masche nun auf die aktuelle Coronakrise gemünzt haben.

Angeblich möchte eine Person ihr Geld loswerden und Sie in dieser schweren Zeit unterstützen. Auf 10 Personen sollen 3.000.000,00 EUR aufgeteilt werden – und Sie sind einer dieser glücklichen Menschen. Na, sowas aber auch!

Bitte antworten Sie auf solch kuriose Mails nicht, denn dahinter stecken Kriminelle, die Ihnen kein Geld schenken, sondern Ihres nehmen wollen. Das Ganze nennt sich Vorschussbetrug.

So lautet zur angeblichen COVID-19-Unterstützung:

Der Ausbruch des Coronavirus ist nicht nur eine groЯe Gesundheitskrise, sondern auch eine groЯe wirtschaftliche Stцrung, da Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren und es schwieriger wird, sich um ihre Familien zu kьmmern.

Ich habe gehцrt, dass wenig finanzielle Unterstьtzung viel bewirken kann. Ich spende 3.000.000,00 EUR aus 396,9 Mio. USD, die ich gewonnen habe, um 10 Einzelpersonen und kleinen Unternehmen zu helfen.

Antworten Sie zurьck, um weitere Informationen zu erhalten.- xxxxxx@gmail.com

Dank

So läuft der Vorschussbetrug ab

Auf Ihre Antwort folgt früher oder später die Info, dass Gebühren für die Transaktion anfallen. Weil sie – in der Relation zu der Spende – gering wirken, lassen sich viele Menschen darauf ein. Leider wird niemals Geld auf Ihr Konto überwiesen. Auf Nachfrage könnte Ihnen eine Geschichte erzählt werden, dass es Probleme gegeben hätte und Sie noch einmal um die Überweisung der Gebühren gebeten werden. So geht es weiter, bis von einer Seite der Kontakt abbricht.

Das Geld sollen Sie stets über einen anonymen Geldtransfer wie z. B. Western Union zahlen.

Da die Kriminellen im Ausland sitzen, ist Ihre Chance sehr gering, die Täter entlarven zu könne oder Ihr Geld zurückzuerhalten. Daher sollten Sie sich gar nicht erst darauf einlassen, denn es gibt nur einen Gewinner: die Betrüger.

Reingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie anschließend Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail außerdem an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

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