Mail von Louis Gardner: Achtung, Vorschussbetrug!

Louis Gardner hat ein wichtiges Anliegen: Ein verstorbenen Verwandter möchte Ihnen Geld vererben. Aber Sie melden sich einfach nicht!

Louis Gardner: Achtung, Vorschussbetrug (Screenshot)
Louis Gardner: Achtung, Vorschussbetrug (Screenshot)

Das unerwartete Millionenerbe eines Unbekannten

Wissen Sie, ob Sie irgendwo auf der Welt einen Verwandten haben, von dem Sie nichts wissen? Jedem von uns kann das theoretisch passieren, weswegen es nicht verwunderlich ist, dass auf diese Mitteilungen so viele Menschen reagieren.

Betrüger, die sich beispielsweise als Rechtsanwalt (in diesem Fall Louis Gardner) ausgeben, um Ihnen ein unerwartetes Erbe auszuzahlen, sind nicht selten – und die Masche funktioniert immer wieder.

In dieser E-Mail versucht man, auf Dringlichkeit zu setzen, denn angeblich hätte man Sie bereits kontaktiert, aber Sie haben sich nicht zurückgemeldet. Seien Sie unbesorgt, denn diese E-Mails entsprechen nicht der Wahrheit, Ihnen entgeht kein Millionenvermögen – ganz im Gegenteil.

Beim Vorschussbetrug geht es darum, an Ihre Daten zu gelangen, um diese für illegale Zwecke zu missbrauchen, aber vor allem, um Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Betreff: Ich habe dir letzten Monat eine E-Mail geschickt, aber nichts von dir gehört. Ich bin Rechtsanwalt Louis Gardner aus Großbritannien und ein persönlicher Anwalt Ihres verstorbenen Verwandten, der mit einer unbekannten Familie oder einem unbekannten Verw…

So lautet die aktuelle Vorschussbetrug-Mail:

„Lieber Freund

Bitte antworten Sie mit den folgenden Informationen für weitere Erläuterungen. Ihr vollständiger Name, Ihre Telefonnummer, Ihre Nationalität, Ihr Alter.
Respektvoll,
Louis Gardner.

So läuft der Vorschussbetrug ab

Sollten Sie antworten, erzählt man ihnen eine herzzerreißende Geschichte und verspricht Ihnen eine so hohe Summe, dass viele Empfänger „ihr Glück versuchen“. Doch nun kommt der Haken: Für den anfallenden Papierkram wird angeblich eine Gebühr fällig. Im Vergleich zu dem Erbe erscheint diese ziemlich gering und da das Geld aus dem Ausland kommt, gerechtfertigt.

Nur leider wird kein Geld bei Ihnen ankommen. Auf Nachfrage berichtet man Ihnen von Transaktionsproblemen und der Bitte, noch einmal zu bezahlen. Dieses Spiel treibt man so lange mit Ihnen, bis sie nicht mehr zahlen wollen oder können. Ein weiteres Indiz ist, dass Sie das Geld immer über einen anonymen Geldtransfer wie z. B. Western Union zahlen sollen.

Die Kriminellen sitzen zumeist im Ausland und sind aufgrund dessen schwer bis gar nicht zu fassen. Aus diesem Grund sind Ihre Chance sehr gering, Ihr Geld zurückzuerhalten – versuchen sollen Sie es dennoch und Anzeige erstatten.

Reingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie anschließend Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail außerdem an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

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