Drei Jahre nach WannaCry – ist Ransomware weiterhin gefährlich?

WannaCry liegt nun schon einige Jahre zurück, dennoch dürfte der Vorfall vielen Menschen in Erinnerung geblieben sein. Vor allem Betroffene werden die Ransomware wohl so schnell nicht vergessen. WannaCry auch WanaCrypt0r, Wcrypt, WCRY oder RansomCry war ein sogenannter Erpressungstrojaner, der im Mai 2017 für einen der größten Cyberangriffe unserer modernen Geschichte gesorgt hat. Menschen auf der ganzen Welt waren betroffen. Darunter sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen.

Die Ransomware kennzeichnete sich dadurch, dass sie bestimmte Daten auf den Rechnern der Betroffenen verschlüsselte. Anschließend wurden sie dazu aufgefordert, eine vorgegebene Summe in Bitcoin zu zahlen, um die Daten wieder herzustellen. Sollte das Geld in der vorgebenden Frist nicht gezahlt werden, wurde mit Datenverlust gedroht. WannaCry löste weltweit einen Skandal aus. Es gab kaum ein Land, das nicht betroffen war. Inzwischen wurde das Problem durch einen neuen Patch von Windows behoben. Allerdings zeigt dieser Vorfall, wie präsent Cyberangriffe wie WannaCry sind. Doch stellt Ransomware weiterhin ein Risiko dar und können wir uns überhaupt effektiv dagegen schützen? Zwei berechtigte Fragen, denen wir in diesem Artikel auf den Grund gehen möchten.

Zuverlässiger Schutz ist möglich

Es ist nicht möglich, das Risiko von Cyberangriffen komplett auszuschließen. Selbst wenn alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, kann es theoretisch nach wie vor passieren, Opfer eines solchen Angriffs zu werden. Schließlich handelt es sich bei den Tätern um Professionelle, die in der Regel über weitreichende IT-Kenntnisse verfügen und wissen, wie sie die PCs von Betroffenen infizieren. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass Sie sich nicht schützen sollten. Ein hundertprozentiger Schutz ist zwar wie gesagt, nie gegeben, dennoch lässt sich das Risiko auf ein Minimum reduzieren. Bereits einige kleine Maßnahmen können helfen, eine mögliche Cyberattacke zu verhindern. Werfen wir daher am besten einen Blick darauf, worauf es hierbei im Speziellen ankommt.

Ein Virenprogramm sollte Pflicht sein

Eigentlich ist es den meisten Menschen bewusst. Trotz dessen gibt es solche, die auf die Nutzung eines Virenprogramms verzichten. Grund dafür gibt es eigentlich keinen. Zumal gute Antivirenprogramme in der Regel sowohl eine kostenlose als auch eine kostenpflichtige Version anbieten. Um sich vor Ransomware zu schützen, sollten Sie Malwarebytes nutzen. Wer einen umfassenden Schutz möchte, sollte auf die kostenpflichtige Version zurückgreifen. Eine solche muss im Grunde nicht in Kombination mit einem anderen Virenprogramm verwendet werden. Bei der kostenlosen Version ist das schon eher der Fall. Fakt ist, dass Sie in keinem Fall auf ein Virenprogramm verzichten sollten. Es gibt nämlich kaum einen besseren Schutz vor Ransomware und anderer Schadsoftware.

Gute Passwörter machen viel aus

Eigentlich sollte die Nutzung von guten Passwörtern Pflicht sein. Doch trotz des enormen Risikos durch Cyberangriffe gibt es nach wie vor Menschen, die es den Tätern nicht allzu schwer machen. Passwörter wie das eigene Geburtsdatum oder simple Zahlenfolgen wie 123 sollten ein absolutes Tabu sein. Sie bieten keinen wirklichen Schutz und machen es Cyberkriminellen nur unnötig einfach. Sobald Kriminelle die eigenen Passwörter haben, können Sie damit im Grunde machen was sie wollen. Nicht selten werden die Daten einfach weiterverkauft.

Regelmäßige Updates sind wichtig

Updates können ganz schön nerven. Allerdings sollten wir alles daran legen, sie so schnell wie möglich zu installieren. Schließlich sind es oft fehlende Updates, die zu Sicherheitslücken führen und es Cyberkriminellen ermöglichen, den eigenen PC zu infizieren. Zumal viele Updates veröffentlicht werden, um bestehende Sicherheitslücken zu schließen. Egal wie nervig eine Update also sein mag, zögern Sie es nicht unnötig heraus. Die Cyberkriminalität in Deutschland nimmt zu und prinzipiell kann jeder ein Opfer werden. Es ist also nur ratsam, alles Erdenkliche zu tun, um eine mögliche Attacke zu verhindern.

Vorsicht vor öffentlichen WLAN-Verbindungen

Mal kurz im Hotel den Laptop anmachen und seine E-Mails checken. Was für viele Menschen alltäglich ist, birgt ein großes Sicherheitsrisiko. Öffentliche WLAN-Verbindungen ermöglichen es Cyberkriminellen, ohne größere Umstände an unsere Daten zu kommen. Sie sollten entsprechende Verbindungen also möglichst meiden. Sofern es möglich sein sollte, loggen Sie sich ausschließlich über sichere Verbindungen ein. In den meisten Fällen lohnt es nicht, diesbezüglich ein Risiko einzugehen.

Warum Ransomware weiterhin ein Problem ist

Leider war WannaCry nicht das Ende von solchen Attacken. Wir sollten uns darauf einstellen, dass in Zukunft noch einige vergleichbare Situationen aufkommen werden. Im Zuge der Digitalisierung nimmt die Cyberkriminalität weltweit zu. Es gibt immer mehr Betrüger, die sich auf diesem Weg schnelles Geld erhoffen und die Täter werden immer dreister. Es ist inzwischen beispielsweise ganz normal, E-Mails von angeblichen Familienmitgliedern oder Freunden zu erhalten, die in Wirklichkeit mit Schadsoftware infiziert sind. Bei fragwürdigen E-Mails sollten Sie also niemals den Anhang öffnen oder auf einen Link klicken. Ansonsten kann es binnen weniger Sekunden passieren, dass Sie sich infizieren. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir sollten uns daher damit abfinden, dass Ransomware ein Problem darstellt und alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um uns davor zu schützen.

 

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