Achtung Forderung von ron-inkasso ist ein Fake!

Wieder einmal ist ein Inkassoschreiben im Umlauf – dieses Mal mit dem Namen ron-inkasso – mit dem Betrüger versuchen, Sie um knapp 500 Euro zu prellen.

Fake-Inkasso (Kurious/pixabay)

Account bei Grindplay.com?

Sollten Sie Grindplay.com nicht kennen, ist das nicht schlimm. Den Streamingdienst für Filme, Spiele, Musik und e-Books gibt es erst seit 2020. Für über 50 Euro pro Monat können Sie auf diese Inhalte zugreifen.

Doch leider mit dessen Namen Schindluder getrieben (sofern er selbst überhaupt seriös ist!). Ein angeblicher Inkassodienst namens ron-inkasso fordert Abo-Rechnungen von über 500 Euro für das Jahresabo.

Lassen Sie sich – sofern Sie sich auf dieser Seite nicht angemeldet haben – nicht ein. Ignorieren Sie die E-Mail am besten.

So lautet die Fake-Mahnung von ron-inkasso:

1. Mahnung

Sehr geehrte/r [Ihr Name] ,

Unser Mandant (Grindplay.com) hat uns bevollmächtigt die unten aufgeführte Forderung für das Premium – Jahresabo ( 12 Monate / 1 Vertragsjahr ) einzuziehen. Uns legitimierende Vollmacht legen wir bei Bedarf vor Gericht vor.

Ihre Registrierungsdaten:

IP-Adresse: 2a02:21b0:644d:50a1:c8af:ccb5:6df7:6dff
Browser: Firefox 64.0
Betriebssystem: Windows 10.0
Internetanbieter: Wingo network NTS Workspace AG

leider haben Sie es bislang trotz Zahlungserinnerung und Mahnung versäumt, folgende Forderung zu begleichen:

Rechnungsnummer: 1299GBT
Artikel/Dienstleistung: (Premium – Jahresabo ( 12 Monate / 1 Vertragsjahr )
Rechnungsbetrag: 516,24€, fällig am 10.09.2019

Wir räumen Ihnen nun letztmalig die Möglichkeit ein, die Gesamtforderung von 516,24€, bestehend aus

Rechnungsbetrag 395,88 €
zzgl. Verzugszinsen 23,86 €
zzgl. Mahngebühren 96,50 €
Gesamt: 516,24€

bis zum xxxx.xx zu bezahlen.

Unsere Bankverbindung:

  • Zahlungsempfänger: RON ADAMS LTD
  • Bankinstitut: HSBC BANK PLC
  • IBAN: GB31HBUK40100094530276
  • BIC: HBUKGB4B
  • Verwendungszweck: Invoice 1299GB
  • Betrag: 516,24 Euro

Sollten wir über den Gesamtbetrag bis zu diesem Datum nicht oder nicht vollständig verfügen können, sehen wir uns gezwungen, ein gerichtliches Mahnverfahren einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

RON ADAMS LTD
300 St Mary’s Road, Garston,
Liverpool, England, L19 0NQ

E-Mail: info@ron-inkasso.eu“

Müssen Sie zahlen?

Wenn Sie sich nicht auf einer solchen Seite registriert haben bzw. die Kosten nicht offen dargelegt wurden, müssen Sie nicht zahlen.

Die Masche besteht darin, Sie in den Glauben zu versetzen, sich dort angemeldet zu haben. Gehen Sie auf die Seite von Grindplay.com, zeigt man dem Besucher die Kosten auf den ersten Blick, wegen einige Empfänger denken könnten, bei der Anmeldung nicht aufgepasst zu haben.

Können Sie sich allerdings an keine Anmeldung erinnern, sollten Sie auf die E-Mail auf keinen Fall eingehen und sowohl diese, als auch eventuelle weitere Mahnungen, ignorieren.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Fake-Inkasso-Schreiben:

  • Sie haben keine offenen Rechnungen
  • Die Zahlungsfrist ist viel zu kurz
  • Die Inkasso-Firma nicht im Unternehmensregister eingetragen ist
  • Nicht auf der Bekanntmachungsplattform für außergerichtliche Rechtsdienstleistungen gelistet
  • Kopierte Inhalte einer real existierenden Firma
  • keine rechtliche Handhabe, weil bestimmte, gesetzliche Schritte überprungen wurden (Antrag beim Mahngericht, Anhörung, Beschluss vor Gericht)
  • Forderung wird vom Gerichtsvollzieher eingetrieben
  • Sie keine keine Briefe mit einer förmlichen Zustellung erhalten haben

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online

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