Abo-Abzocke: Das ändert sich für Nutzer

In Zeiten, in denen fast jeder ein Smartphone dabei hat und Apps benutzt, steigt die Zahl der ungewollten Abos. Die Bundesnetzagentur will Nutzer nun besser schützen. Was das heißt, erfahren Sie bei uns.

Abo-Falle: Schutz wird verbessert (Free-Photos/pixabay)
Abo-Falle: Schutz wird verbessert (Free-Photos/pixabay)

Das ändert sich

Einige Mobilfunkanbieter nutzen schon freiwillig das sogenannte Redirect-Verfahren, um Sie vor der Abo-Abzocke zu schützen. Ab Februar 2020 wird es allerdings verpflichtend, wie die Bundesnetzagentur beschlossen hat.

Das bedeutet:

  • Ein Klick auf einen Banner o.ä. darf nicht mehr zum Abschluss eines Abos ausreichen
  • Sie werden auf eine gesonderte Seite geleitet, auf der die Kosten erläutert werden
  • Auf dieser gesonderten Seite muss das Abo abgeschlossen über ein Captcha oder einen zu setzenden Haken erst bestätig werden
  • Alternativ ist ein Log-in nötig

Zusätzlich sind die Anbieter zu einer „Mobilfunkgarantie“ verpflichtet, wenn man z. B. keine Sperre eingerichtet hat und dann in die Abo-Falle getappt ist.

Dabei handelt es sich um eine Geld-zurück-Garantie bis zu einer Grenze von 50 Euro und bedarf ein wenig Eigeninitiative, um gegen die Abo-Abzocke vorzugehen.

Diese Anbieter bieten die Mobilfunkgarantie gegen Abo-Abzocken bisher an

  • callmobile GmbH
  • K-net Telekommunikation GmbH
  • Thüringer Netkom GmbH
  • DOKOM21
  • M-net Telekommunikations GmbH
  • TKS Telepost Kabel-Service Kaiserslautern GmbH
  • Drillisch Online GmbH
  • mobilcom-debitel GmbH
  • TNG Stadtnetz GmbH
  • EnoCom GmbH
  • Netcom Kassel Vodafone BW GmbHE-Plus Service GmbH
  • Ortel Mobile GmbH
  • Vodafone Gmb
  • HEWE TEL GmbH
  • sdt.net AG
  • Vodafone Hessen GmbH & Co. KG
  • HeLi NET Telekommunikation GmbH & Co.KG
  • Stadtwerke Schwedt GmbH
  • Vodafone NRW GmbH
  • htp GmbH
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • wilhelm.tel GmbH
  • KEVAG Telekom GmbH
  • Telekom Deutschland GmbH
  • WOBCOM GmbH
  • klarmobil GmbH

So richten Sie die Drittanbietersperre ein

Um Ihnen den Ärger zu ersparen, sollten Sie dennoch die Drittanbietersperre einrichten. Dies können Sie in den meisten Fällen über Ihr Kundenportal tun oder über den Kundenservice Ihres Anbieters.

Da es oftmals gute Drittanbieter-Angebote gibt, ist es bei manchen Mobilfunkanbietern möglich, eine Teilsperre einzurichten, sodass Sie auf bestimmte Dienste nicht gänzlich verzichten müssen.

  • Telekom-Servicenummer: 2202
  • Vodafone-Servicenummer: 1212
  • O2-Servicenummer: 55222
  • E-Plus-Servicenummer: 1000

Was ist eine Drittanbietersperre?

Eine Drittanbietersperre dient dazu, Sie vor kostenpflichtigen Diensten von Drittanbietern zu schützen. Diese kleinen Fallen warten in Form von Werbeanzeigen oder Bannern in Apps oder Webseiten auf Ihren unbedachten Klick, um Sie in ein Abo zu drängen. Daraufhin bucht man den Betrag über Ihre Handyrechnung ab.

Mit der Sperre können Drittanbieter nicht mehr auf Ihre Nummer zugreifen – allerdings hat das auch den Nachteil, dass Sie so unter Umständen nicht mehr per Handyrechnung zahlen können, wenn Sie App-Käufe tätigen wollen.

Oft ist es nicht rechtens, die Gebühren zu zahlen, weil der entsprechende Button nicht mit z. B. „zahlungspflichtig bestellen“ gekennzeichnet sind, aber wie möchte man das rekonstruieren, wenn man sich dem Klick nicht mehr bewusst ist und die Rechnung keinen klaren Namen des Abo-Dienstes hergibt?

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