Unerwartete Geldspende per E-Mail: Vorsicht!

Weihnachten steht vor der Tür, viele Geldbörsen sind leer. Da käme eine unerwartete Geldspende per E-Mail doch genau richtig. Leider ist dies mehr Schein als Sein.

Unerwartete Geldspende per E-Mail (Screenshot)
Unerwartete Geldspende per E-Mail (Screenshot)

€1.700.000 Spende für Sie – einfach so!

Zeit ist Geld – auch für Betrüger. Wenn es um den sogenannten Vorschussbetrug geht, machen sich die meisten Kriminellen Mühe, schreiben lange, verzweifelte E-Mails von Damen und Herren, die todkrank sind oder ihren Partner gerade verloren haben. Egal, welche Geschichte Ihnen aufgetischt wird, Sie sind der angebliche „Erbe„, der einen Haufen Geld erhalten soll – man wisse ja nicht, was man sonst damit machen soll. Ganz zufällig.

Diese E-Mail von (in diesem Fall) Maria Elisa ist anders. Sie kommt direkt zum Punkt, erzählt keine Geschichte und bittet nur um eine Antwort. Das macht einige Empfänger neugierig – und schon befindet man sich im Strudel des Betrugs.

So lautet die aktuelle Vorschussbetrug-Mail:

„Sie haben eine Spende von € 1.700.000 von Maria Elisabeth. Für weitere Informationen kontaktieren Sie sie jetzt über: elisaxxxxxx

So läuft der Vorschussbetrug ab

Eine Antwort ist bereits der erste Fehler, denn damit zeigen, Sie, dass Ihre E-Mail-Adresse in Benutzung ist. So wird sie attraktiv für den Weiterverkauf geeignet, was für Sie noch mehr Spam und Phishing bedeutet.

Wahrscheinlich erhalten Sie ziemlich schnell eine Antwort, vieles klingt plausibel und man will sein Glück einfach mal testen.

Die Vorschussmasche funktioniert so, dass man Sie mit einer großen Summe lockt, Sie aber Transaktionsgebühren zahlen müssen. Hinsichtlich der Summe sind das Peanuts, allerdings sehen Sie das Geld niemals. Ausnahmslos nicht. Bald erreicht Sie die Info (von selbst oder auf Nachfrage), dass es ein Problem gab und noch einmal Gebühren gezahlt werden müssen. So versucht man Sie so weit es geht, Ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Irgendwann sind Sie einen Haufen Geld los, den wahrscheinlich nie wieder sehen.

Reingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie anschließend Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail außerdem an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

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