Wichtig: eprimo warnt vor Inkasso Aleksander & Co KG!

Der Stromanbieter eprimo warnt derzeit vor falschen Inkassoschreiben aus dem Hause Aleksander & Co KG., das einen Rundumschlag über sämtliche Stromkunden betreibt.

Fake-Mahnung des Inkassos Aleksander & Co KG (Screenshot: Verbraucherzentrale NRW)
Fake-Mahnung des Inkassos Aleksander & Co KG (Screenshot: Verbraucherzentrale NRW)

Falsche 3. Mahnungen im Umlauf

Sowohl die Verbraucherzentrale als auch verschiedene Stromanbieter warnen ihre Kunden derzeit vor falschen Mahnungen eins Inkassobüros namens Aleksander & Co KG., welches auf Betrug aus ist.

Versendet werden „3. Mahnungen“, weil man angeblich seine Stromrechnung nicht beglichen und auf die letzten beiden Mahnungen nicht reagiert hätte. Aus dem Grund sein ein Betrag von mehreren Hundert Euro fällig inkl. Verzugs- und Mahnkosten.

Viele Kunden sind schockiert, gerade jetzt zur Weihnachtszeit. Dennoch sollten Sie einen kühlen Kopf behalten und nicht sofort zahlen! In diesem Fall sogar gar nicht!

Betroffene Stromkunden:

  • eprimo
  • Eon Energie Deutschland
  • Paderborner Stadtwerke

So lautet das Fake-Inkassoschreiben:

Sie haben unsere Strumrechnung vom xx.xx.xxxx noch immer nicht bezahlt und auf unsere Mahnung vom xx.xx.xxxx und xx.xx.xxxx nicht reagiert.
Mittlerweile sind zusätzliche Verzugszinsen und Mahngebühren angefallen, sodass sich unsere Forderungen gegen Sie aktuell wie folgt zusammensetzen:

Bitte überweisen Sie insgesamt xxx.xx € bis spätestens xx.xx.xxxx. auf unser Konto. Sollten Sie den Termin nicht einhalten, werden wir ein Inkassobüro mit der Einziehung des ausstehenden Betrags beauftragen.“

Bitte was: Inkasso beauftragt Inkasso?

Mal davon abgesehen, dass das Schreiben höchst unprofessionell geschrieben ist und mit Fehlern gespickt, so fragt man sich, wieso ein Inkassobüro, welches zur Eintreibung von offenen Rechnungen beauftragt wird, damit droht, ein Inkassobüro einzuschalten.

So lautet die Warnung vor Aleksander & Co KG:

Falsche Mahnungen im Umlauf:

eprimo warnt vor Betrugsschreiben eines vermeintlichen Inkassobüros

15. November 2019

eprimo warnt vor einem Mahnschreiben des Inkassobüros

eprimo-Warnung (Screenshot eprimo.de/service)
eprimo-Warnung (Screenshot eprimo.de/service)

Aleksander & Co KG. Das Büro aus Berlin fordert aktuell Kunden verschiedener Stromlieferanten dazu auf, angeblich offene Stromrechnungen zu überweisen. Auch Kunden der eprimo GmbH sind betroffen. 

eprimo-Kunden, die ein solches Schreiben erhalten haben, sollen die Rechnungen auf keinen Fall begleichen und das Mahnschreiben ignorieren. Dieses Unternehmen wurde nicht von eprimo beauftragt. Die vermeintlichen Forderungen existieren dementsprechend nicht. Darüber hinaus stimmen die angegebenen Kundennummern nicht mit unseren Kundennummern überein.

Durch den BDIU (Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen) wurde bestätigt, dass das genannte Inkassobüro weder bekannt noch als Inkassounternehmen registriert ist. eprimo GmbH prüft aktuell die Möglichkeit einer Strafanzeige.

Rufen Sie uns einfach an:

0800 303011050

Müssen Sie zahlen?

Natürlich nicht, denn das Inkassobüro Aleksander & Co KG gibt es nicht, es ist nirgends registriert, was das Rechtsdienstleistungsgesetz allerdings verlangt. Somit besteht auch kein Registrierungsbescheid der zuständigen Aufsichtsbehörde – zudem ist den Stromlieferanten keine offene Rechnung bekannt.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Fake-Inkasso-Schreiben:

  • Sie haben keine offenen Rechnungen
  • Die Zahlungsfrist ist viel zu kurz
  • Die Inkasso-Firma nicht im Unternehmensregister eingetragen ist
  • Nicht auf der Bekanntmachungsplattform für außergerichtliche Rechtsdienstleistungen gelistet
  • Kopierte Inhalte einer real existierenden Firma
  • Keine rechtliche Handhabe, weil bestimmte, gesetzliche Schritte übersprungen wurden (Antrag beim Mahngericht, Anhörung, Beschluss vor Gericht)
  • Forderung wird vom Gerichtsvollzieher eingetrieben
  • Sie keine keine Briefe mit einer förmlichen Zustellung erhalten haben

Unsicher? Das können Sie tun:

  • Rufen Sie bei der Firma an, von der der Auftrag ausgegangen ist (in diesem Fall ihren Stromanbieter)
  • Rufen Sie nicht zuerst das angebliche Inkassobüro an – es könnte ein falscher Mitarbeiter ans Telefon gehen und Sie einlullen
  • Legen Sie sich einen Online-Account an und überprüfen Sie dort Ihre Rechnungen

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online

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