Facebook Marketplace: Vorsicht vor Betrug

Nicht nur eBay-Kleinanzeigen ist ein Eldorado für Betrüger, auch den Facebook Marketplace entdecken immer mehr schwarze Schafe für sich. Wie so ein Betrugsversuch aussehen kann, erfahren Sie hier.

Achtung, neue Facebook-Betrugsmasche! (Simon/pixabay)
Achtung, neue Facebook-Betrugsmasche! (Simon/pixabay)

Erst eBay-Kleinanzeigen, jetzt der Facebook Marketplace

Neben ebay-Kleinanzeigen setzen immer mehr Menschen auf den Facebook Marketplace, um ungeliebte und nicht mehr benötigte Dinge zu verkaufen. An sich eine gute und nachhaltige Sache, wären da nicht die Betrüger, die einem das Leben schwer machen.

Je nachdem melden sie sich per SMS oder Privatnachricht bei Ihnen und täuschen ein Kaufinteresse vor. Sie werden gebeten, sich per E-Mail zu melden.

So könnte eine Facebook Marketplace-Anfrage klingen:

mein Name ist Maria,ich bin interessiert am Kauf Ihres Artikels (Damenbekleidung), bitte antworten Sie mir jetzt auf: mariaheussen1961@andre1.org

So funktioniert die Masche

Im Laufe des Verkaufsgesprächs wird klar, dass Sie die gewünschten Artikel ins Ausland versenden wollen. Unerfahrene Verkäufer sehen dabei kein Risiko und werden oft auch mit einem höheren Preis oder einer rührenden Geschichte gelockt.

Je nachdem, worauf Sie sich mit Ihrem angeblichen Käufer geeinigt haben, werden angebliche Screenshots gefälscht, um Ihnen glaubhaft zu machen, dass die Bezahlung getätigt wurde.

Allerdings sollen Sie erst die Transportkosten  an das Unternehmen senden, welches angeblich kontaktiert wurde (auch dieser Beweis wird gefälscht) – dafür werden Bargeldtransferdienste genutzt.

Am Ende sind Sie allerdings ihre Ware los, haben Geld im dreistelligen Bereich überwiesen und haben ansonsten nichts als ein schlechtes Gefühl. Das Geld sehen Sie in der Regel nie wieder.

Was können Sie tun?

Viele Verkäufer sind dazu übergegangen, keine Ware ins Ausland zu versenden, weil sie nicht einschätzen können, ob sich dahinter Betrug verbirgt. Wir raten Ihnen davon ab.

Weitere Tipps sind:

  • Verschicken Sie Waren immer nur dann, wenn Sie das Geld tatsächlich auf dem Konto haben
  • Bieten Sie kein PayPal an, da PayPal meist sehr Käuferfreundlich ist
  • Lassen Sie die Ware nur persönlich abholen
  • Sollten Sie auf die Masche reingefallen sein, können Sie Anzeige bei der Polizei erstatten (auch, wenn Sie es nicht sind, kann das ratsam sein)

2 Gedanken zu „Facebook Marketplace: Vorsicht vor Betrug

  • 7. Juni 2020 um 09:42
    Permalink

    Da scheint sich ja der Verfasser dieses Artikels SUPER auszukennen – und scheitert kurzerhand an PayPal.

    „Bieten Sie kein PayPal an, da PayPal meist sehr Käuferfreundlich ist“
    Wie debil muss man sein, so einen BLÖDSINNIGEN RAT zu geben? PayPal ist nicht AMAZON..

    PayPal übernimmt faktisch einen TREUHANDSERVICE und ja PayPal übernimmt auch bei einem Dispute (also Schiedsgericht) die Rolle des Richters – wer das nicht will, darf PayPal einfach nicht nutzen.

    Darüber hinaus ist PAYPAL absolut fair. Es liegt im Sinne PayPals korrekt „rechtzusprechen“ bei Treuhand-Schiedsgerichten (Escrow-Disputes), ansonsten verlieren sie seriöse Benutzer und ziehen nur Betrüger an.

    PayPal entscheidet nicht automatisch (wie man es eher von Amazon her kennt) für den Kunden. Hier wird in der Regel genau geprüft.

    Weiters: WENN DU DEN BETRAG PER VORKASSE/PAYPAL-ZAHLUNG auf Dein PP-Konto gutgeschrieben bekommen hast und belegen kannst mit einem Proof-Pic (Beweisfoto für Grenzdebile) bzw mit einem gültigen Tracking-Link, dass Du die Ware auch an die vom Käufer angegebene Adresse versandt hast – dann kann der Verkäufer noch soviele Disputes auslösen wie er will – er kriegt GAR NIX ZURÜCK.

    Im Gegenteil – PayPal ist eine der günstigsten, schnellsten und sichersten Zahlungsmöglichkeiten im Internet. Wer das als zu käuferfreundlich versteht und davor warnt PayPal zu benutzen, hat scheinbar NULL Erfahrung mit PayPal gemacht, oder ist schlichtweg ein inhaltsloser Schwurbler, im besten Fall mit gefährlichem Halbwissen.

    Erst wirkt der Artikel wirklich gut recherchiert, gleitet aber bei den Zahlungsempfehlungen dank der peinlichen Stellungnahme zu PayPal ins Debile ab. – Mich schreiben über den FB-Marketplace auch immer genau diese Lieferkosten-Betrüger an, das gehört dort leider dazu – dann schick ich ihnen lustige Bildchen aus dem Internet – und der Fall hat sich erledigt.

    Einfach HIRN-EINSCHALTEN beim Eier(ver)kauf!

    Antwort
    • 9. Juni 2020 um 06:27
      Permalink

      Guten Tag rotzender Rudi,

      zu aller erst: Wir achten hier auf einen freundlichen Ton. Ihre Kritik mag aus Ihrer Sicht berechtigt sein, jedoch geht dies auch ohne Beleidigungen.

      Der „Verfasser dieses Artikels“ hat sich mit PayPal auseinandergesetzt. In dem Telefonat gab es die Auskunft, dass alles, was außerhalb PayPals geschrieben wird, nicht relevant für eine Streifallentscheidung ist. Es müsse alles via interner PayPal-Nachrichten geschehen. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass es vom Sachbearbeiter abhhängt (Anmerkung der Redaktion), allerdings ist die Aussage PayPals eine andere.
      Weiterhin ist es absolut bekannt, dass Verkäufer nicht selten im Nachteil sind.

      Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihnen Käufen und Verkäufen. Alles Gute!

      Antwort

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