Spende für Sie: Vorschussbetrug mit YouTube-Video

Vorschussbetrug: Sie. Plötzlich Millionär. Ohne Lotto, ohne alles. Ganz unverhofft kommt per E-Mail eine Spende eines Millionärs, der Sie zufällig ausgewählt hat. Sogar einen eigenen YouTube-Kanal hat er.

Vorschussbetrug mit YouTube-Video (Screenshot)
Vorschussbetrug mit YouTube-Video (Screenshot)

€2.000,000 Spende für Sie!?

Wenn Sie sich ein wenig mit betrügerischen Mails auskennen, wird Ihnen die Vorschussmasche nicht neu sein. Da sich auch Betrüger immer weiterentwickeln, versuchen Sie nun nicht unbedingt auf eine traurige Krankheitsgeschichte zu setzen, sondern um eine echte Geschichte, die sogar über YouTube ausgebaut wird.

In diesem Fall heißt der edle Spender „Richards Wahl“ und ist schon seit mindestens Anfang 2018 dabei, Menschen unverhofft glücklich zu machen.<

So sieht es zumindest oberflächig aus, denn am Ende der Geschichte sind die Betroffenen mehr Geld los, als ihnen lieb ist – Millionäre sind allerdings keine geworden.

So lautet die aktuelle Vorschussbetrug-Mail:

„Lieber Freund,

Ich bin Mr. Richards Wahl des Mega-Gewinners von ‚533M In Mega Millions Jackpot Ich spende an 5 zufällige Personen, wenn Sie diese E-Mail erhalten, dann wurde Ihre E-Mail nach einem Spinball ausgewählt. Ich habe den größten Teil meines Vermögens an eine Reihe von Wohltätigkeitsorganisationen und Organisationen verteilt. Ich habe mich freiwillig entschieden, Ihnen einen der ausgewählten 5 zu spenden, um meine Gewinne zu überprüfen, siehe meine You Tube Seite unten.

WATCH ME HIER: https://www.youtube.com/watch?v=tne02ExNDrwDies ist Ihr

Spendencode: [DF00430342018]

Reagieren Sie mit dem Spendencode auf diese E-Mail: richard.wahl@worldonation.com

grüße
Herr Richard Wahl

So läuft der Vorschussbetrug ab

Schon eine Antwort auf die Mail ist ein Fehler, da Sie damit zeigen, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird. Damit ist sie zum Weiterverkauf geeignet und sie erhalten noch mehr Spam und Phishing.

Zudem sind die  Betrüger meist redegewandt und antworten auf die Mails – und wickeln nicht selten jemanden doch noch um den Finger.

Wir können Sie nur davor warnen, persönlichen Daten rauszugeben!

Der Betrug liegt darin, dass Sie angebliche Gebühren für die Transaktion zahlen müssen – Geld sehen Sie allerdings niemals. So werden Sie wahrscheinlich bald hören, dass es ein Problem gab und noch einmal Gebühren gezahlt werden müssen. So versucht man Sie so weit es geht, Ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Irgendwann sind Sie einen Haufen Geld los, den Sie aller Wahrscheinlichkeit auch nicht zurück bekommen.

Reingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie anschließend Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail außerdem an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

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