Produkte testen? Vorsicht vor der Selektur GmbH!

Sollten Sie auf der Suche nach einem kleinen Nebenverdienst sein, müssen Sie sich vor schwarzen Schafen in Acht nehmen – so beispielsweise vor der Selektur GmbH.

Selektur GmbH (Screenshot)
Selektur GmbH (Screenshot)

Sensible Daten für den Nebenverdienst

Unzählige Deutsche haben neben ihrem Hauptjob noch einen Nebenverdienst, um sich hier und da etwas zu gönnen oder aus Schulden zu kommen. Da liegt es Nahe, sich zu Hause auf Job-Plattformen umzusehen. Auf solchen inseriert die Selektur GmbH, die Jobs von zu Hause aus anbietet und mit einem „fairen Lohn“ wirbt. Das klingt sehr gut und auch die Webseite macht erst einmal einen seriösen Eindruck.

Wo ist der Haken bei der Selektur GmbH?

Möchten Sie sich um einen der begehrten Home-Jobs bewerben, werden Sie im Anmeldeverfahren dazu aufgefordert, unter anderem Ausweisdokumente hochzuladen, damit Ihre Identität geprüft werden kann. Was wirklich damit passiert, erfahren Sie erst dann, wenn es zu spät ist.

Betrugsmasche: Video-Ident-Verfahren

Wenn Sie die geforderten Ausweisdokumente tatsächlich abgeschickt haben, machen die Betrüger sich an die Arbeit, ein Bankkonto in Ihrem Namen zu eröffnen – um das abzuschließen ist das sogenannte Video-Ident-Verfahren notwendig.

Sie als „Tester“ bekommen dann als ersten Auftrag, diese Konteneröffnung mit dem Video-Ident-Verfahren zu testen. Damit alles so echt wie möglich wirkt, dürfen Sie sich natürlich nicht als Tester outen.

Am Ende des Fake-Tests haben Sie ein Konto auf Ihren Namen eröffnet, welches die Betrüger für Geldwäsche und andere illegale Zwecke benutzen.

Weitere Anzeichen für die mangelnde Seriosität:

  • Fake-Unternehmensdaten
  • Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind Datenschutzformulierungen
  • Geklaute Quellen wurden beibehalten

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige, das geht auch ganz einfach online
  • Sichern Sie alle möglichen Beweise
  • Informieren Sie Geldinstitute, Behörden und Co. – lassen Sie sich dazu von der Polizei beraten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.