„Ich habe es wirklich sehr gemocht“ – Achtung, Flirt-Spam!

Wer einem Flirt nicht abgeneigt ist, ist ein potenzielles Opfer von (unseriösen) Datingseiten, die Ihnen Flirt-Spam schicken. So wie von Magdalena, die Ihr Profil entdeckt haben will.

Achtung vor Flirt-Spam (ArtsyBee/pixabay)

„Huhu. wie geht’s?

Der Betreff der E-Mail, die bei uns eintrudelte, wirkte wirklich extrem harmlos – dennoch hat unser Spam-Filter sie direkt aussortiert. Neugierig waren wir aber dennoch.

Angeblich schrieb uns Magdalena, die auf der Suche nach neuen Bekanntschaften auf unser Profil stieß und uns direkt anschreiben musste.

Nur leider wussten wir von keinem Profil auf einer Datingseite – gut, das kann ein Fehler sein, denn nicht selten werden Profile über Dritte erstellt.

Der Link, auf der wir Magdalena angeblich kennenlernen können, würde laut URL zu einem Blogspot-Profil führen, was noch recht harmlos wirkt. In Wahrheit wird man allerdings zu einer Datingseite weitergeleitet, die sich „dirtytinder“ nennt und als URL „naughtychicksfordate“ angegeben hat.

Beim Öffnen der Seite läuft ein Countdown von 5 Minuten für eine kostenlose Registrierung für Herren ab, während man im Hintergrund mit sexy Fotos von (halb)nackten Frauen gelockt wird.

So (oder so ähnlich) lautet die Flirt-Spam-Mail

W�hrend durch einige   Profilseiten von  Leuten in meiner  Stadt,
gesucht habe, bin ich  pl�tzlich auf deins  gekommen

Ich habe es wirklich  sehr gemocht. Also dachte ich mir, vielleicht willst du  mit mir zusammen kommen um  Zeit miteinander  zu verbringen?

Entschuldige  wenn es  eher  direkt zum Punkt ist.  Du kannst dir auch   meine Seite anschauen. https://isilinech1978.blogspot.hu/“

Herzliche Gr��e deine,
Magdalena

Was sich hinter naughtychicksfordate verbirgt

Bevor man sich anmelden kann, muss man bestätigen, mindestens 18 Jahre alt zu sein und die Identität der „Hausfrauen und Mütter“ zu schützen, Kondome zu benutzen, keine Beziehung zu wollen, um dann auf „whatsaffair“ weitergeleitet zu werden und dort auch ein paar Angaben zu tätigen.

Whatsaffair fragt das Geburtsdatum und die E-Mail-Adresse ab und mit der Anmeldung erklärt man sich einverstanden, „Informationen und Angebote des Betreibers per E-Mail“ zu erhalten. Dann folgen wieder Angaben über Angaben – darauf hatten wir allerdings keine Lust mehr 😉

Was also verbirgt sich hinter solchen E-Mails? Neben Datensammlern, die Ihre Angaben an andere Firmen verkaufen werden, werden Sie höchstwahrscheinlich niemals Kontakt zu einem echten Menschen erhalten, sondern mit sogenannten Chatmoderatoren haben, die ganz öffentlich auf diversen Jobbörsen gesucht werden. Wahrscheinlich ist auch, dass für gewisse Funktionen gezahlt werden muss, solange Sie denken, Sie würden tatsächlich jemanden kennenlernen – oder das Gefühl eines Flirts genießen.

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