Unseriöse Umfragen können zu Identitätsdiebstahl führen

Möchten Sie nebenbei ein bisschen Taschengeld verdienen? Am besten dadurch, dass Sie Ihre Meinung sagen und Unternehmen durch Marktforschung helfen? Dann Achtung, denn es gibt einige schwarze Schafe in der „Branche“.

Achtung, unseriöse Umfragen (Screenshot)

Achtung, unseriöse Umfragen (Screenshot)

„Heimarbeit – leicht gemacht!“

„Von zu Hause aus bis zu 50 Euro pro Umfrage!“ – so und so ähnlich werben viele Umfrageseiten bzw.

Marktforschungsinstitute, um möglichst viele Nutzer zu generieren – die Wahrheit ist allerdings, dass solch gut bezahlte Umfragen eher selten bis gar nicht zu machen sind, aber bei 1-3 Euro würde ja niemand anspringen. Daher sollten Sie bei solchen Aussagen grundsätzlich schon skeptisch sein und nicht zu viel erwarten.

In diesem Artikel soll es allerdings um wirklich unseriöse „Unternehmen“ gehen, die nichts anderes im Sinn haben, als an Ihre Daten zu gelangen und damit einen sogenannten Identitätsdiebstahl begehen.

Bekannte Seiten sind:

  • toloresearch.net
  • videresearch.net
  • kyc-legal.de
  • prophylactus.com (derzeit nicht mehr aktiv)
  • gremski.org
  • knurf.net

Unseriöse Umfragen: Wie funktioniert die Betrugsmasche?

Mit guten Verdiensten für wenig Engagement werden Sie dazu gebracht, sich auf den entsprechenden Seiten wie beispielsweise videresearch.net oder prophylactus.com anzumelden und Umfragen mitzumachen.

Die Seiten arbeiten dabei unterschiedlich. So kann es schon während der Anmeldung sein, dass von Ihnen Ausweisdokumente gefordert werden, um den Registrierungsprozess abschließen zu können. Das fordern zwar auch einige seriöse Marktforschungsinstitute, allerdings sollten Sie auch dann immer vorsichtig sein und Ihre Dokumente beispielsweise mit einem Wasserzeichen versehen.

Als nächstes sollen Sie Ihre erste Umfrage mitmachen, um ein Video-Ident-Verfahren einer Bank zu testen. Sich selbst darf man nicht als Tester ausgeben.

Achtung!

Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Test, sondern Sie eröffnen unwissentlich ein neues Bankkonto auf Ihren Namen. Die meisten Personen wittern den Betrug erst, wenn eine Bank- oder Kreditkarte zugeschickt wird und die angebliche Umfrage nicht bezahlt wird.

Diese Konten werden von den Betrügern für illegale Zwecke missbraucht – und Sie sollen am Ende dafür Grade stehen.

Das fatale an einem Identitätsdiebstahl ist, dass er über eine lange Zeit hinweg zu Problemen führen kann, weswegen dringender Handlungsbedarf besteht, wenn man Opfer davon wurde.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie unseriöse Umfragen:

  • Fake-Impressum
  • In der ersten Umfrage geht es um einen Test eines Video-Ident-Verfahren einer Bank

Wie Sie sich schützen:

  • Recherchieren Sie das Impressum
  • Informieren Sie sich im Internet über den Ruf des Unternehmend, bei dem Sie sich registrieren möchten
  • Versenden Sie keine Ausweisdokumente – und wenn es doch nötig ist, dann schützen Sie sie z. B. mit einem Wasserzeichen

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Stellen Strafanzeige bei der Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie sich an die Bank, bei der Sie unwissentlich ein Konto eröffnet haben

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