Spam und Phishing: So können Sie sich davor schützen

Spam und Phishing machen es jedem Internetnutzer schwer, den Spaß an der Sache zu behalten. Unerwünschte E-Mails überhäufen das Postfach und im schlimmsten Fall gelangen sogar höchst private Daten in die Hände von Kriminellen, die damit das eigene Konto plündern können. Wer im Internet unterwegs ist, sollte deshalb die folgenden Tipps beherzigen, um sich vor Spam und Phishing bestmöglich zu schützen.  

Spam gibt es im Internet in sehr vielfältiger Form

Jeder, der regelmäßig im Internet unterwegs ist und auf der ein oder anderen Seite bereits Daten wie Name, Anschrift und E-Mail-Adresse hinterlassen hat, kennt das Problem: Spam-Nachrichten und Spam-E-Mails überhäufen wie aus dem Nichts das Postfach und lassen die eigentlich wichtigen Nachrichten in der Peripherie verschwinden. Anders als das beim Phishing der Fall ist, muss hinter Spam nicht immer eine kriminelle Absicht stecken. Vielmehr verlangt die gängige Definition lediglich, dass die Nachrichten oder Mails schlichtweg unerwünscht sind. Anbei ein paar Beispiele für typische Spam-Mails:

  1. Lästige Werbung für Konsumgüter
  2. Werbung für potenzsteigernde Mittel
  3. Kettenbriefe

Wer sich gegen Spam schützen möchte, der sollte sein Mail-Postfach zunächst einmal mit einem Spam-Filter ausstatten. Viele gängige Mail-Programme und Provider haben bereits eine derartige Einstellung integriert. Man kann allerdings auch manuell Absender-Adressen als Spam markieren, sodass gleichartig gelagerte Mails künftig automatisch in diesem Ordner landen. Wenn man den Versand solch nerviger Mails ganz unterbinden will, hat man manchmal die Möglichkeit, sich von unaufgefordert zugesendeten Newslettern abzumelden. Man kann auch direkt auf Konfrontationskurs gehen und den Absender mit der Bitte um Löschung der eigenen Mail-Adresse kontaktieren.

Phishing bezeichnet das Abgreifen persönlicher Daten

 


Für die gesamte Infografik auf diese Vorschau klicken (via www.betrugstest.com)
Infografik: Phishing ist gefährlich und kann zu beträchtlichen wirtschaftlichen Schäden führen. Infografikquelle:betrugstest.com

 

Häufig schon mit wesentlich mehr krimineller Energie versehen ist das sogenannte Phishing. Hierbei ist es das Ziel, dass sensible und persönliche Daten von Nutzern abgegriffen werden, um diesen einen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Phishing geschieht immer nach demselben Prinzip. Der Nutzer erhält eine vermeintlich authorisierte Mail von einem bekannten Absender wie etwa einer Bank. In der Mail wird der Nutzer dazu aufgefordert, aus irgendwelchen Gründen seine Daten erneut auf der jeweiligen Seite einzugeben. In Wahrheit handelt es sich dann aber meistens nur um eine kopierte Seite, die von den Betrügern aufgesetzt worden ist, sodass die ahnungslosen Opfer ihre Daten direkt in die Hände der Betrüger geben. Schützen kann man sich vor derartigen Angriffen wie folgt:

  • Geben Sie niemals nach Mail-Aufforderung Ihre Bankdaten auf der vermeintlichen Webseite Ihrer Bank ein
  • Überprüfen Sie die Mail akribisch auf Fehler und werfen auch einen Blick auf den Sprachstil und die Absender-Adresse

Normalerweise lassen sich Phishing-Mails auf den zweiten Blick immer sehr einfach als solche identifizieren. Rufen Sie im Zweifel einfach bei dem Unternehmen, von dem die Mail angeblich gesendet worden ist, an und lassen sich die Authentizität bestätigen. 

Jeder Internetnutzer sollte auf seine eigenen Daten aufpassen

Daten sind sicher verschlüsselt.

Die Sicherheit der eigenen Daten ist im Internet heutzutage nicht immer gewährleistet. Bildquelle: typographyimages / pixabay.com

Um es Betrügern und Werbefirmen so schwer wie möglich zu machen, an die eigenen Daten heranzukommen, empfiehlt es sich, seine persönlichen Kontaktdaten nur seriösen Firmen anzuvertrauen. Bei Online-Bestellungen kommt man beispielsweise nicht umher, seine Daten anzugeben, aber wählt man hierbei Händler aus, die schon lange im Geschäft sind, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Daten in die Hände von kriminellen Personen gelangen. In jedem Fall Abstand nehmen sollte man von unseriösen Online-Gewinnspielen. Diese sind normalerweise Datenquelle Nummer eins und Selbiges lässt sich auch für Branchenbücher festhalten. Die folgenden Tipps helfen ebenfalls:

  1. Immer einen aktuellen Virenscanner auf dem Rechner installiert haben
  2. Geschäftliche Daten lieber extern und nicht auf dem Rechner speichern
  3. Im Internet nur das Nötigste von sich preisgeben

Ist man doch einmal Opfer von Phishing geworden, weil man auf eine fingierte Mail der Bank hereingefallen ist, sollt man keine Zeit verlieren und das Konto, wie auf sperr-notruf.de beschrieben, vorsichtshalber direkt sperren lassen.

 

 


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