Hoax: Drogen-Visitenkarte – jetzt von Flüchtlingen!

Warnungen können heute per WhatsApp, Twitter, Facebook und Co. innerhalb von Minuten um die ganze Welt geschickt werden. Leider gibt es auch ein paar Spaßvögel, die Lügengeschichten verbreiten, um Angst und Schrecken zu verbreiten oder z. B. gegen Flüchtlinge zu hetzen. So kann es auch passieren, dass eine alte Panikmache umgeschrieben wird, so wie es nun mit der angeblichen „Drogen-Visitenkarte“ passiert ist.

Drogen-Visitenkarte von Flüchtlingen?! (Screenshot Facebook)

Drogen-Visitenkarte von Flüchtlingen?! (Screenshot Facebook)

Alter Hoax neu aufgelegt

Zu dem Thema Flüchtlinge gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Die, die gegen die Einwanderungen sind, nutzen sehr gerne diverse Mittel, um die Menschen, die nichts gegen Flüchtlinge haben, zu überzeugen. Und sei es, dass alte Geschichten umgeschrieben und aufgewärmt werden, die sich schon lange als erstunken und erlogen herausgestellt haben.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Hoax mit den Drogen-Visitenkarten. Dort hieß es, dass zwei Männer sich als Maler ausgaben, Frauen an einer Tankstelle ansprachen und ihre Hilfe anboten. Man verneinte natürlich, erhielt dann aber eine Visitenkarte. Die Männer folgten der Frau, welche am Steuer in einen Drogenrausch verfiel. Angeblich sollte sie vergewaltigt oder ausgeraubt werden. Es wurde auch von einer zweiten Masche gewarnt, bei der diese Karten in Briefkästen verteilt wurden.

So lautet die Warnung zur „Drogen-Visitenkarte“:

Neue Raubmasche von Flüchtlingen !!

An einer Tankstelle tankte eine Frau ihr Auto, da wurde sie von einem Flüchtling, als Maler bekleidet, angesprochen, ob er ihr helfen könne.
Sie verneinte…
Er bot ihr mit schlechtem Deutsch seine Visitenkarte an, falls sie mal einen Maler bräuchte. Nach einem hin und her, um ihn loszuwerden, nahm sie die Visitenkarte an und der Migrant stieg in ein Auto ein, das von einem zweiten jungen Mann gelenkt wurde, und sie fuhren davon. Nachdem sie losfuhr, fühlte sie sich immer berauschter und hatte Mühe zu atmen. Sie öffnete das Fenster und bemerkte gleichzeitig, dass dieser komische Geruch von ihrer Hand stammt, mit der sie die Visitenkarte entgegen nahm !! Die 2 jungen Männer verfolgten sie. Da es ihr sichtlich immer schlechter ging, fuhr sie auf den nächsten Parkplatz, stoppte, begann wie wild zu hupen und schrie um Hilfe.
Die 2 Flüchtlinge flüchteten, ihr ging es aber immer schlechter.
DIE VISITENKARTE WURDE IN EINE FLÜSSIGE DROGE GETRÄNKT, die BURUNDANGA heißt, sie wird oft verwendet, um Leute zu berauben oder zu vergewaltigen!!!
Diese Droge kann über die verschiedensten Arten an jeden übertragen werden und somit diese Person außer Gefecht setzen!!!!!
Diese Substanz ist viel schädlicher und wirksamer als jegliche
ursprüngliche Drogen oder Schlafmittel. Also, nehmt keine Visitenkarten oder Ähnliches an !!!!
Auch passiert:
Sie werfen eine Visitenkarte in den Briefkasten und warten im Auto bis jemand reintappt und dann schlagen sie zu !!! – Andere Möglichkeit sind die VISITENKARTE an der Scheibe der Fahrerseite befestigen !!!
SEID VORSICHTIG und warnt so viel Leute wie möglich.
PHK Wolfgang Schmitz
Leiter Ermittlungsdienst Bundespolizeiinspektion Dortmund

Postfach 100633/44006
Dortmund
Tel.: 0231/562247-20
Offenlegung nach §14

StA Lessing
Staatsanwaltschaft
Deinhardpassage 1
56068 Koblenz
0261-1307-30663

Hält sich seit 2009

Seit mittlerweile fast 10 Jahren gibt es diese Meldung, von der es allerdings nicht einen bestätigen Fall gibt. Insofern ist die Neuauflage, bei der gegen Flüchtlinge gehetzt wird, ebenso nicht ernst zu nehmen.

Gerade in diesem Fall, in dem eine ganze Gruppe Menschen wieder einmal zum schwarzen Schaf erklärt wird, sollten Sie nicht einfach drauflosteilen, sondern sich informieren, statt blind mit Abneigung und Angst dem Unbekannten zu begegnen.


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