Sofortüberweisung-Mahnung mit Virus: „automatische Kontoabbuchung konnte nicht..“

Falls Sie häufig im Internet bestellen, werden Sie sicher schon einmal auf Sofortüberweisung aufmerksam geworden sein. Seit 2014 gehört das Online-Zahlungssystem zur zur schwedischen Klarna-Gruppe. Da es immer beliebter wird, sind Betrüger auf den Zug aufgesprungen und versenden Phishing- und Virusmails im Namen des Unternehmens.

– – – „Sofortüberweisung“ ist nicht der echte Absender dieser Mahnung. Betrüger missbrauchen den guten Namen der Firma für ihre illegalen Zwecke. – – –

Fake-Mahnung im Namen von Sofortüberweisung eG im Umlauf (Quelle: Wikipedia)
Fake-Mahnung im Namen von Sofortüberweisung im Umlauf (Quelle: Wikipedia)

Bei Ihnen konnte nicht abgebucht werden…

Es kann immer mal passieren, dass man seinen Kontostand verschätzt und bestimmte Zahlungen nicht abgebucht werden können. Das kann mitunter saftige Gebühren nach sich ziehen.

Mit den 5,17 Euro, wie sie in dieser E-Mail veranschlagt werden, sind Sie noch sehr gut dabei, aber es handelt sich um einen Trick. Mittlerweile wissen viele Menschen, dass besonders hohe Mahnsummen für einen Betrugsversuch stehen. Bei knapp 5 Euro sieht es noch recht realistisch aus, weswegen viele Empfänger auf den Link in der Mail klicken – und damit in die Falle laufen.

So lautet die Fake-Sofortüberweisung-Mahnung:

Sehr geehrte/r [Ihr Name]

bedauerlicherweise konnte Ihre Überweisung an Sofortüberweisung GmbH & Co. KG nicht abgebucht werden.

Gespeicherte Datan:

Tel. 4917…

Wir erwarten die Überweisung bis zum 24.08.2018 auf unser Konto. Falls wir bis zum genannten Termin keine Überweisung bestätigen, sehen wir uns gezwungen unsere Forderung an ein Gericht abzugeben. Alle damit verbundenen Kosten werden Sie tragen müssen.

Ihre persönliche Rechnung liegt unter folgendem Link zum Download bereit.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsverzug sind Sie verpflichtet zuzüglich, die entstandene Kosten von 5,17 Euro zu tragen. Um weitete Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 20.08.2018.

Bei Fragen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 24 Stunden.

Mit freundlichen Grüßen

Sofortüberweisung GmbH & Co. KG

Der Virus im Anhang

Der Link, der Ihnen einen Download anbietet, wird Ihnen keine Übersicht über Ihre verpassten Zahlungen zeigen, sondern einen Virus auf den PC ziehen. Mit diesem spähen Betrüger Ihre Daten aus, um sie anschließend für ihre kriminellen Geschäfte zu missbrauchen.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Virus-Mails:

  • Sie haben keine Bestellung über Sofortüberweisung bezahlt? Dann ist die Sache klar, dass es sich um einen Betrug handelt!
  • Keine detaillierte Nennung der Bestellung
  • Sie sollen Ihre Rechnung herunterladen
  • Der Anhang wird als .zip oder .doc-Datei gesendet
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Die URL und die Absenderadresse klingen „irgendwie seltsam“
  • Sie haben keine E-Mail von Sofortüberweisung in der Vergangenheit erhalten
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Wenden Sie sich an Klarna unter 089 – 2020 889-0 (mo – fr von 8 bis 22 Uhr und sa/so von 10 bis 17 Uhr)
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

 

 

Ein Gedanke zu „Sofortüberweisung-Mahnung mit Virus: „automatische Kontoabbuchung konnte nicht..“

  • 23. März 2019 um 19:18
    Permalink

    Habe eine email von Commdoo AG erhalten.20.3.19, „automatische Konto-Lastschrift konnte nicht durchgeführt werden. Da ich meine Verbindlichkeiten kenne dachte ich sogleich an Fake-News. ———–bei näherer Einsichtnahme fand ich mich bestätigt. Ich warte mit Spannung auf das gerichtliche Verfahren. Aus der E-Mail konnte man nicht einmal erfahren wer der Auftraggeber war und um welche Rechnung es sich handelt. Es hieß zwar:“ Ihre persönliche Abrechnung finden Sie unter– folgender Adresse–“ (blau unterlegt) gab aber keine Information.Eine Registernummer dieses Inkasso-Unternehmens ist auch nicht vorhanden, Kein Telefon, nur USt-d Nr., denke das es sich hierbei um die IBAN-Nr. handelt u. nicht um die Umsatzsteuer-Nummer vom Finanzamt.
    Danke für Ihre Informationen und freundliche Grüße
    Lilli Jonen

    Antwort

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