Tarif 57 – Neuer Krankenkassen Spam unterwegs!

Ein freundlicher Kundeberater namens Jonas Müller möchte uns davor bewahren, zu viel für unseren Krankenkassen-Tarif zu bezahlen. Deshalb bietet er uns einen monatlichen Tarif von 57,00 Euro für eine private Krankenversicherung an.

Krankenkassen Spam
Krankenkassen Spam zielt auf die Erfassung von persönlichen Daten. (Bild: qoqazian - fotolia.de)

Doch schon der Absender info@tarif57.net klingt keineswegs nach seriösem Kundenservice. Und auch die Aufmachung der Mail lässt für ein einigermaßen geschultes (bzw. von Spam geplagtes) Auge erkennen: Hier handelt es sich um eine Spam-Mail.

Der Text der Mail im Ganzen lautet:

Guten Tag XXX,

Dringende Information:

Ihr Krankenkassentarif kann umgestellt werden und durch einen günstigeren ersetzt werden. Aktuell könnten Sie sich noch für 57,00 Euro im Monat privat versichern.

Eine automatische Anpassung ist nicht möglich.

Alle Infos hier:
http://post.tarif57.net/xxx.html

Mit freundlichen Grüssen,

Jonas Müller
Kundenberater

Um diesen E-Mail Service zu deaktivieren, klicken Sie bitte hier:
http://post.tarif57.net/a/xxx

Auffallend ist auch, dass der angebliche Link zur Deaktivierung des E-Mail-Services die Bestandteile der Mailadresse enthält, an die der Krankenkassen Spam versendet wurde. Und das deutet bereits auf die Zielsetzung des Spams hin. Zwar enthalten diese Krankenkassen Mails üblicherweise weder im Anhang Malware wie Trojaner oder Viren, noch wird solche Schadsoftware beim Klicken der Links heruntergeladen.

Dennoch gilt:

Auf die in Spam Mails angegebenen Links sollte niemals geklickt werden, denn diese dienen als Verifikation der E-Mailadresse!

Ist die Adresse einmal verifiziert, gehen in dem betroffenen Postfach noch weiter und massiver Spam E-Mails ein.

Doch das ist noch nicht alles. Denn wer tatsächlich den Link anklickt, kommt höchstwahrscheinlich zu einer Seite, auf der noch einmal der günstige Krankenkassen-Tarif von 57,00 Euro angepriesen wird. Dort wird der wechselfreudige Kunde dann aufgefordert seine persönlichen Daten einzugeben, damit der günstigste Versicherungstarif berechnet oder die private Krankenversicherung für 57 Euro direkt abgeschlossen werden kann.

Werden die Daten dann für den vermeintlichen Versicherungsvergleich in die Maske eingetragen und abgesendet, landen sie direkt beim Verteiler des Spams, der diese Kundendaten an Unternehmen verkauft.

Gegen Krankenkassen Spam hilft meist nur, wie bei allen anderen Spam Mails auch, den Absender im E-Mail-Client als Spam zu markieren, und zu hoffen, dass er beim nächsten Mal direkt im Spam-Ordner landet.

6 Gedanken zu „Tarif 57 – Neuer Krankenkassen Spam unterwegs!

  • 28. März 2012 um 07:59
    Permalink

    Ich möchte diese Mails von Ihnen nicht mehr bekommen.
    Dies habe ich schon öffters erklärt.
    Sie belästigen mich.

    Antwort
  • 31. Oktober 2012 um 11:44
    Permalink

    „Ich möchte diese Mails von Ihnen nicht mehr bekommen.
    Dies habe ich schon öffters erklärt.
    Sie belästigen mich.“

    So kann man dem Absender auch erklären, dass die Email-Adresse existiert und zu weiterem SPAM verwendet werden kann.

    Antwort
  • 8. November 2012 um 09:30
    Permalink

    Ich bekomme diesen Mist auch verstärkt im Moment und spamme einfach zurück. Über eine temporäre Sendeadresse schicke ich etwa 10 Mails zurück. Die Emailadresse dieser Idioten lautet: abuse@dot.tk oder copyright@dot.tk

    Antwort
  • 17. Januar 2013 um 08:16
    Permalink

    @Ramona: Dummheit muss schon weh tun, oder? Lass dot.tk in Ruhe. Die haben schon genug Leute die ihren Dienst missbrauchen. Sie brauchen nicht auch noch dumme Mails von dir.

    Antwort
  • 23. März 2014 um 12:09
    Permalink

    Zur Info, ich anworte auf jede dieser Emails und fülle brav den Bogen aus. Derjenige der diese Adresse kauft, bezahlt dafür zwischen 85 und 130 euro. Dann warte ich bis jemand anruft und nach der kurzen Begrüßung sage ich ihm, das das meine Rache für die Spam-Firma ist. Er kann gerne noch einige Mal meine Adresse kaufen, solange, bis die keine Lust mehr haben, Geld für diese Adressen auszugeben. Das macht richtig Laune. NUR SO GEHTS. Wenn möglichst viele Leute mitmachen, wird der Dienst bald eingestellt.

    Antwort
  • 19. August 2014 um 07:26
    Permalink

    Warum schließen sich die Geschädigten nicht zusammen jeder zahlt einem Beitrag monatlich
    Und davon wird dann ein Unternehmen bezahlt
    Das sich mit den spam Versender beschäftigt
    Natürlich rein seriös wie auch die spam Versender arbeiten..
    500-1000€ würde ich direkt bezahlen

    Antwort

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