Vera Hollin Kvan sucht Erben – Vorschussbetrug

Was würden Sie tun, wenn Sie einen Haufen Geld haben, aber bald sterben müssen? Wahllos E-Mails an fremde Menschen schreiben, denen Sie das Geld schenken möchten? Vorsicht! Wenn Sie so eine Mail erhalten, soll ein Vorschussbetrug an Ihnen begangen werden.

"Hallo mein lieber Freund" - Vorschussbetrug (Screenshot)
„Hallo mein lieber Freund“ – Vorschussbetrug (Screenshot)

Er tot, sie leider an Krebs

Es gibt Geschichten, die sind wirklich traurig. So wie die von Vera Hollin Kvan, wie sie sich in dieser E-Mail vorstellt.

Sie berichtet, dass ihr Mann vor elf Jahren verstarb, sie seit dem mit dem Vermögen von 4.850.000,00 US-Dollar alleine geblieben sei, nun aber eine Krebserkrankung diagnostiziert bekommen hätte, an der sie bald sterben wird.

Solche Schicksale gibt es tatsächlich, deswegen wundert es nicht, dass viele Empfänger nun sentimental und dann geldgeil werden.

Das angehäufte Vermögen soll nämlich verschenkt werden, da es keine Kinder (oder Angehörigen und Freunde) gibt. Ganz ehrlich, wer würde da nicht nein sagen?

Die Daten dieser Mail:
Betreff: Hallo mein lieber Freund,
Absender: Vera Hollin Kvan <opd.nursemanager@imh.ae>

So lautet die angeblich „offizielle Gewinnbenachrichtigung“:

Hallo mein lieber Freund,

Ich schreibe dir diese Post mit schweren Tränen In meinen Augen und großem Kummer in meinem Herzen, Mein Name ist Vera Hollin Kvan, und ich kontaktiere dich aus meinem Land Indien Ich möchte dir das sagen, weil ich keine habe Eine andere Möglichkeit, als Ihnen zu sagen, wie ich berührt war, um Sie zu öffnen, heiratete ich mit Herrn Hollin Kvan, der für neun Jahre mit der tunesischen Botschaft in Madrid Spanien arbeitete, bevor er im Jahr 2005 starb. Wir waren elf Jahre ohne verheiratet Kind.

Er starb nach einer kurzen Krankheit, die nur fünf Tage dauerte. Seit seinem Tod entschied ich mich, nicht wieder zu heiraten. Als mein verstorbener Mann noch am Leben war, hinterlegte er die Summe von 4.850.000,00 US-Dollar (Vier Millionen Achthundertundfünfzigtausend Dollar) in einer Bank hier in Indien Neu-Delhi, der Hauptstadt Indiens, zur Zeit dieses Geldes ist immer noch in der Bank.

Er stellte dieses Geld für den Export von Gold aus dem Minenfactory in Madrid Spanien zur Verfügung. In letzter Zeit sagte mir mein Doktor, dass ich wegen der Krebserkrankung für die Dauer von sieben Monaten nicht überleben würde. Derjenige, der mich am meisten stört, ist meine Schlaganfall-Krankheit. Nachdem ich meinen Zustand gekannt habe, habe ich beschlossen, dir dieses Geld auszuhändigen, um auf die weniger privilegierten Menschen aufzupassen, du wirst dieses Geld auf die Art und Weise benutzen, wie ich es hier unterrichten werde.

Ich möchte, dass Sie 30 Prozent des gesamten Geldes für Ihren persönlichen Gebrauch aufwenden, während 70% des Geldes an wohltätige Zwecke gehen, Menschen auf der Straße und dem Waisenhaus helfen. Ich bin als Waise aufgewachsen und habe keinen Körper als mein Familienmitglied, nur um zu beenden, dass das Haus Gottes auch erhalten wird. Mache dies, damit Gott meine Sünden vergibt und meine Seele akzeptiert, weil diese Krankheiten mich so sehr leiden. Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, werde ich Ihnen den Kontakt der Bank hier in Delhi Indien geben und ich werde auch den Bankmanager beauftragen, Ihnen einen Vollmachtsbrief auszustellen, der Ihnen den gegenwärtigen Begünstigten des Geldes in der Bank beweisen wird, wenn Sie versichern mir, dass Sie entsprechend handeln werden, wie ich hier angegeben habe.

Ich hoffe auf Ihre Antwort.
Von Vera Hollin kVan

Klassischer Vorschussbetrug

Leider ist dies eine ganz klassische Betrugsmasche, die sich Vorschussbetrug aka Scam nennt. Das Geld gibt es nicht.

Wenn Sie antworten, werden Sie in ein Gespräch verwickelt, eventuell werden Ihre Daten abgefragt oder Ihnen wird das Gebührenmärchen erzählt.

Diese werden z. B. mit Behörenbeglaubigungen, Transferkosten und so weiter begründet.

Sobald Sie das Geld ins Ausland angewiesen haben, hören Sie in der Regel nichts mehr und auf Nachfrage wird Ihnen mitgeteilt, dass es Probleme gab. Das Prozedere wiederholt sich dann so lange, bis es Ihnen komisch vorkommt.

Antworten Sie niemals!

Auch, wenn Sie wissen, dass es sich hier um einen Vorschussbetrugsversuch handelt, sollten Sie auch nicht antworten, da Sie so zeigen, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist.

Reingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

Ein Gedanke zu „Vera Hollin Kvan sucht Erben – Vorschussbetrug

  • 26. Juni 2019 um 12:46
    Permalink

    Ich bekam eine ganz ähnliche Nachricht – nicht per E-Mail, sondern per Fax. Darin berichtete eine „Anwältin“ aus Spanien, ein Verwandter wäre nach langer Krankheit ohne eigene Nachkommen verstorben und nun käme ich als Erbin für sein gut 9 Millionen Euro umfassendes Vermögen in Frage, welches er sich als Opal-Sucher in Australien erworben habe.

    Natürlich wurde in diesem Fax auch erwähnt, daß ich mich schnellstmöglich mit der ach so seriösen „Anwältin“ zwecks Auszahlung meines „Erbes“ in Verbindung setzen soll und daß ihr für ihre Arbeit eine Schenkung (stand tatsächlich so drin!) in Höhe von 25% der Erbmasse zustünde…

    Kurios:
    1) Der Nachname des besagten Verwandten war gleich dem meinen, der Vorname jedoch war identisch mit jenem meines im letzten Sommer verstorbenen Hundes – KEIN WITZ!
    2) Ich habe tatsächlich Verwandte in Australien: die Tochter eines meiner Cousins hat einen Australier geheiratet und lebt jetzt mit Mann und Kindern dort!

    Mit anderen Worten:
    Mein damaliger Hund (möge er in Frieden ruhen) wollte mir also gut 9 Millionen Euro vermachen, welche er beim Opal-Schnüffeln verdient hatte, während er bei meines Cousins Tochter in Australien war – und Anwaltinchen mit fast 2,3 Millionen dabei beteiligen…

    Ich bin vor Lachen fast vom Stuhl gekippt – gibt es wirklich Leute, die naiv genug sind, auf solch einen plumpen Betrugsversuch hereinzufallen? Ich fasse es nicht!

    Übrigens: Schenkungen stehen niemandem zu, Schenkungen sind – nomen est Omen – etwas Freiwilliges! Selbst wenn die „Dame“ also wirklich Anwältin gewesen wäre, hätte ihr allenfalls ein Honorar von zudem garantiert deutlich weniger als 25% zugestanden.

    Jetzt ahnt Ihr sicher auch schon, was ich damals mit diesem „hochseriösen“ Fax gemacht habe, nachdem ich mich von meinem Lachkrampf erholt hatte? Richtig: Ablage K (wie Kachelofen)

    Antwort

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