Postbank-Phishing: „Kontoangaben nicht bestätigt“

Im aktuellen Postbank-Phishing heißt es, dass Sie angeblich Ihre Kontoangaben nicht bestätigt hätten. Dies sollen Sie nun nachholen – zumindest, wenn es nach den Kriminellen geht, die diese E-Mail geschrieben haben.

– – – Der gute Name der Postbank wird missbräuchlich von Betrügern verwendet. Die Postbank selbst ist nicht verantwortlich für diese E-Mails. – – –

Postbank-Phishing ist gefährlich! (aitoff/pixabay)
Postbank-Phishing ist gefährlich! (aitoff/pixabay)

Bestätigung innerhalb von 14 Werktagen oder 79,95 € zahlen

Phishing arbeitet irgendwie immer auf die Weise, Ihnen einen Schock zu versetzen, damit Sie irgendwelche Links anzuklicken und gar nicht darüber nachdenken, was da eigentlich passiert.

Zum Beispiel, wie in dieser Postbank-Phishing-Mail, in der Sie über angeblich nicht aktualisierte Kontodaten informiert werden. Dies sollen Sie in den nächsten 14 Tagen nachholen, ansonsten müssen Sie eine Gebühr von rund 80 Euro bezahlen.

Das möchte natürlich niemand, weswegen viele, die diesen Trick nicht kennen, auf den Link „Zur Sicherheitsverifikation“ klicken und alles tun, was von Ihnen verlangt wird.

So lautet die Postbank-Phishing-Mail:

Sehr geehrter Kunde,

wir haben festgestellt, dass Sie bisher Ihre Kontoangaben nicht bestätigt haben.

Kommen Sie dieser Bestätigung innerhalb von 14 Werktagen nicht nach, müssen wir die Bestätigung manuell durchführen.

Dabei wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 79,95€ fällig, welche wir von Ihrem Postbank Konto abbuchen werden.

Innerhalb der Frist fallen keine Kosten für Sie an. Bitte geben Sie alle erforderlichen Daten vollständig an.

Zur Sicherheitsverifikation

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit und entschuldigen Sie für eventuelle Unannehmlichkeiten – wir handeln in Ihrem Interesse.

Mit freundlichen Grüße,

Ihr Postbank Kundenservice

Bitte keine Links anklicken

Hinter „Zur Sicherheitsverifikation“ befindet sich ein gefälschter Postbank-Log-in, der Sie in die Falle lockt. Wenn Sie dort Ihre Log-in-Daten eingeben würden, würden Sie sie in die Hände von Betrügern spielen, die beispielsweise Ihr Konto räumen, Fake-Shops eröffnen oder anderweitig illegale Dinge mit Ihren Daten tun.

Lassen Sie es nicht so weit kommen und hinterfragen Sie solche Mails immer ganz genau!

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie sind kein Postbank-Kunde und waren niemals einer
  • Keine persönliche Anrede und persönlicher Ansprechpartner
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Sie werden aufgefordert, Ihre Daten über einen Link zu aktualisieren bzw. sich einzuloggen
  • Fehlender Hinweis in Ihrem Account (sofern einer besteht)
  • Die Absender- und Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)
  • Keine Bank der Welt wird einen solchen Datenabgleich per E-Mail verlangen


Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.