Porno-Erpressung: 500 Euro in Bochum verlangt

Derzeit ist die sogenannte Porno-Erpressung bei Betrügern wieder ganz hoch im Kurs. In Bochum hat ein Krimineller auf dem klassischen Weg über den Briefkasten versucht, Menschen zu erpressen.

Porno-Erpressung (Quelle: Facebook Polizei NRW Bochum)

Porno-Erpressung (Quelle: Facebook Polizei NRW Bochum)

Das könnte peinlich werden!

Die Bochumer Polizei warnt derzeit vor einer üblen Betrugsmasche, die einige Bürger in Sorge versetzt.

Ein bisher noch unbekannter Mensch hat gezielt ein Schreiben in Briefkästen verteilt, welches damit droht, Filme über die adressierte Person zu veröffentlichen, die sie beim Pornokonsum zeigt.

Damit dieses Material nicht veröffentlicht wird, sollen 500 Euro an ein Bitcoin-Konto gezahlt werden. Einige der Erpressungsopfer haben sich bereits bei der Bochumer Polizei gemeldet.

Es ist denkbar, dass diese Masche auch in andere Städte überschwappt. Seien Sie daher auf der Hut!

Der Brief zur Porno-Erpressung:

Masturbieren ist natürlich normal, aber wenn deine Familie und Freunde davon zeugen, ist es natürlich eine große Schande.

Ich habe dich eine Weile beobachtet, weil ich dich in einer Werbung von einer Porno-Webseite durch einen Virus gehackt habe.

Wenn Sie das nicht wissen, werde ich es erklären. Ein Trojaner gibt Ihnen vollen Zugriff und Kontrolle über einen Computer (oder ein anderes Gerät).
Das bedeutet, dass ich alles auf Ihrem Bildschirm sehen und Ihre Kamera und Ihr Mikrofon einschalten kann, ohne dass Sie es bemerken. So habe ich auch Zugang zu all deinen Kontakten.

Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wir du auf der linken Bildschirmhälfte masturbierst und auf der rechten Hälfte siehst du das Video, das du gerade angesehen hast. Auf Knopfdruck kann ich dieses Video an alle Kontakte Ihrer E-Mail und Social Media weiterleiten.

Wenn Sie dies verhindern möchten, überweisen Sie einen Betrag von 500 EUR an auf meine Bitcoin-Adresse.

Was ist dran?

Mit großer Wahrscheinlichkeit überhaupt nichts. Das Schreiben ist alles andere als „professionell“. Man kann davon ausgehen, dass es irgendwo aus einer Betrugsmail kopiert wurde, die von ausländischen Betrügern stammt.

Grundsätzlich müssen wir sagen, dass das Geschriebene nicht vollkommen unmöglich ist. Hacker-Angriffe sind nichts, was Hollywood geschrieben hat, sondern etwas, was jeden Tag wegen diverser Virusmails passiert.

Auch kam in der Vergangenheit auch schon dazu, dass Webcams übernommen wurden – die Angst davor ist groß.

Dennoch sollten Sie auf eine solche Erpressung auf keinen Fall eingehen. Wenn Sie erst einmal zeigen, dass Sie zahlungswillig sind, wird diese Forderung sicher nicht die letzte bleiben.

Was können Sie tun?

  • Öffnen Sie niemals irgendwelche Links oder Anhänge unbekannter Absender in E-Mails
  • Checken Sie immer die Absendeadresse einer E-Mail
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie Warnungen ernst
  • Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an die Polizei
  • Besitzen Sie eine fest installierte Webcam, sollten Sie sie bei Nichtgebrauch abkleben. Das geht mit einem einfachen Tesafilm, aber es gibt auch richtige Verschlüsse im Internet zu kaufen. Das gilt auch für Handykameras-
  • Haben Sie eine mobile Webcam, ziehen Sie die Verbindung, wenn Sie nicht brauchen
  • Weitere Tipps erhalten Sie hier

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