Achtung, Scam: „Mein Gesundheitszustand ist schlecht“

Was soll ein Mensch tun, dem es gesundheitlich sehr schlecht geht und der über ein großes Vermögen verfügt? Richtig! Er verschenkt es an einen wildfremden Menschen.

Scam (Screenshot)
Scam (Screenshot)

Ich habe derzeit (k)eine Krebserkrankung(en)

Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen und an Krebs erkranken? Die meisten würden sich wohl die größten Wünsche, die Sie jemals hatten, erfüllen und nicht mehr an Morgen denken.

Andere würden ihren Lottogewinn ihren Liebsten spenden, damit diese sich mit dem Geld ein tolles Leben machen können.

Und dann, so scheint es, gibt es die, die wahllos Menschen per E-Mail kontaktieren, um Ihnen ein paar Millionen Euro zu schenken. Einfach so, ohne ein Kennenlernen und Verpflichtungen.

Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es leider auch! Sollten Sie so eine E-Mail bekommen, können Sie zu 99,9999999% davon ausgehen, dass es sich um eine sogenannte Scam-Mail handelt.

Die Daten dieser Mail:
Absender:
Domenico Curro‘ <domenico.curro@comune.messina.it>
Betreff: Spende für Sie

So lautet die angeblich „offizielle Gewinnbenachrichtigung“:

Mein Name ist RICHARD WAHL. Ich habe eine Spende von 3,5 Millionen Euro für Sie gewonnen. Ich habe $ 533 Millionen Mega Millions Jackpot 2018 gewonnen. Ich habe derzeit keine Krebserkrankungen und mein Gesundheitszustand ist schlecht. Bitte mailen Sie mich an on- (richardw…..@…….com)

Klassischer Vorschussbetrug

Solche Mails zielen darauf ab, gutgläubige oder in Not geratene Menschen zu catchen. Nicht jeder weiß um diese Betrugsmasche oder steckt bis zum Hals in Schulden und klammert sich an jeden Strohhalm.

Wenn Sie auf die E-Mail antworten, sieht es zunächst auch so aus, als hätten Sie Glück. Sie werden wahrscheinlich nach diversen Daten gefragt. Dann aber heißt es, dass Sie gewisse Gebühren bezahlen müssen, damit Ihnen die Spende ausgezahlt werden kann. Auch das mag alles noch ganz logisch klingen. Im nächsten Schritt werden Sie feststellen, dass kein Geld kommt, woraufhin Sie Kontakt aufnehmen würden. Wenn eine Antwort kommt, dann mit der Ausrede, dass es zu Problemen wie verschollenen Unterlagen gekommen wäre, weswegen Sie wieder zur Kasse gebeten werden.

Am Ende sind Sie sehr viel Geld los, aber werden von dieser angeblichen Spende nicht einen Cent sehen. Da Ihre „Gebühren“ auf ausländische Konten fließen, wird es auch schwer, diese wiederzuerhalten.

Versuchen Sollten Sie es dennoch, denn vielleicht haben Sie ja einen besonders dummen Betrüger erwischt.

Reingefallen? Das können Sie tun!

  • Sichern Sie alle Beweise mit Screenshots
  • Kontaktieren Sie Ihr Bankinstitut und schildern Sie den Fall
  • Sollte es zu unerklärlichen Abbuchungen kommen, sollten Sie eine Rückbuchung veranlassen
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie eine Strafanzeige wegen Betrugs
  • Leiten Sie die E-Mail an me@rescam.org weiter. Dabei handelt es sich um eine KI, die von dem neuseeländischen Sicherheitsunternehmen „Netsafe“ entwickelt wurde, um Scamer in die Flucht zu schlagen. Dieser „Service“ ist kostenlos und unverbindlich

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