Fake-Abmahnung im Namen von Rechtsanwalt Sebastian Dramburg

Wieder einmal geht eine Fake-Abmahnung herum. In diesem Fall trifft es den  Rechtsanwalt Sebastian Dramburg, der sich jetzt damit beschäftigen muss, seinen Namen wieder reinzuwaschen. Dabei möchten wir helfen.

– – – Nicht der Rechtsanwalt Sebastian Dramburg hat diese Abmahnung versendet, sondern Betrüger, die in seinem Namen agieren. Bitte sehen Sie von Anrufen und E-Mails an die Kanzlei ab – das Problem ist bereits bekannt. – – –

Rechtsanwalt Sebastian Dramburg (Screenshot medienrechtberlin.de)
Rechtsanwalt Sebastian Dramburg (Screenshot medienrechtberlin.de)

Waren Sie etwa auf kinox.to?

Wer eine E-Mail bekommt, in der von Abmahnung und Kosten von mehrere hundert Euro die Rede ist, der wird einen ganz schönen Schreck bekommen.

Angeblich, so heißt es in der aktuellen Abmahnwelle, hätten Sie auf kinox.to gesurft und such illegal einen Film oder eine Serie angesehen. Um welche/n es sich genau handeln soll, wird allerdings nicht benannt, nur, dass die Firma 20th Century Fox™ nun Schadensersatz von Ihnen haben möchte.

Der Betrag ist lächerlich klein, weswegen Sie alleine deswegen schon hellhörig werden sollten. Bei echten Abmahnungen werden weitaus höhere Schadensersatzansprüche gestellt. Das ist wohl eine Masche, damit Sie „einfach schnell bezahlen“ und nicht noch Fragen stellen.

Zum Glück müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn diese Abmahnung ist ein Betrugsversuch! Leider leider darunter am meisten der genannte Rechtsanwalt Sebastian Dramburg, denn sein Name wurde für diese Masche missbraucht. Leider ist er nicht der erste Anwalt, den dieses Schicksal trifft.

So lautet die Fake-Abmahnung im Namen des Rechtsanwalts Sebastian Dramburg:

Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung

Web-Az: 43-130.16301 TH

Sehr geehrte(r) Herr/Frau,
in vorbezeichneter Angelegenheit zeigen wir an, dass uns die Firma 20th Century Fox™ (foxmovies.com) mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragt hat. Die ordnungsgemäße Bevollmächtigung wird anwaltlich versichert.

Der Gegenstand unserer Beauftragung ist eine am 22.10.2017 über Ihren Internetanschluss im Internet begangene Urheberrechtsverletzung auf der folgenden illegalen Streaming-Plattform: kinox.to
Laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 26. April 2017 (Aktenzeichen C–527/15, Pressemitteilung) sind die Handlungen der Nutzer, welche Kinofilme bzw. Serien aus illegalen Quellen streamen, rechtswidrig.

Im Rahmen eines staatsanwaltlichen Auskunftsverlangen gemäß § 113 TKG wurde mitgeteilt, dass der festgestellte Internetanschluss auf Sie angemeldet ist, so dass Sie für die Urheberrechts-Verletzung, welche unter Nutzung des Anschlusses begangen wurde, zivilrechtlich haften.
Insgesamt beläuft sich die vorliegend geltend gemachte Forderung unserer Mandantschaft auf einen Betrag in Höhe von 324,35 EUR der sich aus folgenden Einzelbeträgen zusammensetz:

Schadensersatz ……………………………………………………. 200,00 EUR
Rechtsanwaltskosten …………………………………………….. 125,35 EUR
Gesamtsumme …………………………………………………….. 324,35 EUR

Um jegliche Inkasso- bzw. Gerichtskosten zu vermeiden, möchten wir Ihnen ausdrücklich empfehlen, die Ihnen ausgestellte Abmahnung in Höhe von 324,35 EUR zzgl. MwSt während der fünftägigen Zahlungsfrist auf unser Konto zu begleichen.

Bankverbindung des Mandanten:

• Zahlungsempfänger: 20th Century Fox Film Co Ltd
• Bankinstitut: HSBC BANK PLC
• Adresse: 31-32 Soho Square, Soho, London W1D 3AP
• IBAN: GB23HBUK40030331694405
• SWIFT-BIC : HBUKGB4140P
• Verwendungszweck: Invoice 143-130.16301 TH
• Betrag: 324,35€

Senden Sie uns nach der Zahlungsleistung die Quittung bzw. einen Screenshot an die folgende E-Mail-Adresse zu: kontakt@it-anwaltskanzlei.eu

2017 © Rechtsanwalt Sebastian Dramburg
Deutschland, Heinrich-Gossen-Straße 33, 52351 Düren

Muss die Rechnung bezahlt werden?

Selbstverständlich müssen Sie nichts bezahlen. Diese E-Mail können Sie einfach löschen und brauchen nichts weiter zu tun.

Bitte wenden Sie sich auch nicht an Herrn Sebastian Dramburg, denn dieser hat aktuell ausreichend damit zu tun, verwirrte und wütende Empfänger zu beruhigen.

So erkennen Sie Fake-Abmahnungen

  • Wahrscheinlich haben Sie die Seite zu diesem Zeitpunkt nicht besucht
  • Es gibt keine detaillierte Auskunft über den Sachverhalt (welche Uhrzeit, welcher Film)
  • Die Abmahnung trudelt per E-Mail ein
  • Das Geld soll an ein britisches Konto überwiesen werden
  • Sie sollen einen Zahlungsbeleg per E-Mail versenden

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