Amazon-Betrug: „neue Gesetzesgrundlage (§28 BKAG)“

Sollten Sie ein Amazon-Kunde sein, müssen Sie immer besonders aufpassen, denn es ist stets viel Amazon-Phishing unterwegs.

– – – Amazon ist nicht verantwortlich für diese Phishing-Mail. Dahinter stecken Betrüger, die den guten Namen für sich missbrauchen! – – –

Amazon-Phishing im Umlauf! (kirstyfields/pixabay)
Amazon-Phishing im Umlauf! (kirstyfields/pixabay)

Die neue Gesetzesgrundlage …

Diese Fake-Mail, die im Namen des Onlineriesen Amazon herumgeschickt wird, taucht immer wieder auf. Angeblich müssen Sie Ihre Daten aktualisieren, weil es die „neue Gesetzesgrundlage (§28 BKAG) der Netzwerküberwachung“ so verlangt.

In dieser E-Mail tritt sie am 1. April 2018 in Kraft, aber es gab auch schon Mails, in denen sie zum Beispiel am 1. Januar in Kraft tritt. So oft verschieben sich solche Änderungen nicht, weswegen Sie absolut davon ausgehen sollten, dass diese E-Mail ein Betrugsversuch ist, um an Ihre Daten und Ihr Amazonkonto zu gelangen.

So lautet die Fake-Mail im Namen von Amazon:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

durch die neue Gesetzesgrundlage (§28 BKAG) der Netzwerküberwachung welche am 1. April 2018 in Kraft treten wird, sind wir gezwungen eine erneute Überprüfung Ihrer Daten vorzunehmen.

Bitte melden Sie sich dazu mit Ihren bei uns hinterlegten Zugangsdaten erneut an, um die Prüfung abzuschließen. Sollten wir Abweichungen zu Ihren aktuellen Daten vorfinden, so sind wir gezwungen Ihr Konto zu deaktivieren. Sollte dieser Fall erst eingetroffen sein, so können Sie eine Sperre nur noch über das Post-Ident Verfahren aufheben.

Zum Sicherheitscenter

Bitte beachten Sie, dass wir bei einer Sperre mögliche Bestellungen stornieren werden, bis wir Sie eindeutig zuweisen können. Wir bedauern diese Umstände, jedoch sind wir an die neuen Bestimmungen ebenso gebunden.

Das Sicherheitscenter ist keins

Der Link-Button „Zum Sicherheitscenter“ ist wirklich trügerisch. Er macht den Eindruck, als würde er für Ihre Sicherheit sorgen, dabei ist er das Tor zum Betrug. Das erkennen Sie in der Regel schon an der Adresse, die in der Browserzeile erscheint, wenn Sie auf den Link geklickt haben. Daraufhin öffnet sich ein Fake-Log-In.

Fangen Sie auf keinen Fall an, Daten von sich preiszugeben! Diese würden von den Kriminellen zweckentfremdet, z. B. um Fake-Shops zu eröffnen oder Ihr Konto zu plündern.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie sind kein Amazon-Kunde bzw. verkaufen nicht auf Amazon
  • Keine persönliche Anrede
  • Amazon duzt seine Nutzer nicht
  • Schlechte Rechtschreibung und Grammatik
  • Fehlender Hinweis in Ihrem echten Account
  • Die Absender- und Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)

Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

 

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