Angebliche Klarna-Rechnung: Vorsicht, der Anhang ist ein Virus!

Wieder ist eine angebliche Klarna-Rechnung im Umlauf, mit der Ihnen ein Virus untergeschoben werden soll. Seien Sie vorsichtig!

– – – Der schwedische Payment-Service-Provider Klarna ist nicht Versender dieser Rechnung. Der Name wird missbräuchlich verwendet. – – –

Achtung, Virus!

Achtung, Virus!

„… sind wir gezwungen unsere Forderung an ein Inkasso zu übergeben …“

Erst kürzlich haben wir Sie vor einer gefakten Klarna-Rechnung gewarnt. Der Inhalt ist zwar nicht unbedingt neu, doch in deren Namen ist sie (bisher) eher selten zu finden gewesen.

Nun hat uns einer unserer Leser eine weitere Klarna-Virus-Mail zukommen lassen. Diese wollen wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten wollen, damit Sie gewarnt sind.

Wieder geht es um eine angebliche Rechnung, die Sie nicht begleichen haben sollen. Aus diesem Grund würden nun zusätzlich Gebühren hinzukommen. Was genau Sie eigentlich gekauft haben sollen, erfahren Sie natürlich nicht in der Mail.

Um mehr Details zu erfahren, sollen Sie einen Anhang herunterladen bzw. öffnen – ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass man versucht, Ihnen einen Virus unterzujubeln.

So lautet die gefakte Klarna-Rechnung:

Klarna Rechnung
Fr 09.03.2018, 16:05

Sehr geehrte/r [Ihr Name],

bitte überweisen Sie den fälligen Betrag unter Angaben der Artikelnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 13.03.2018 auf unserem Bankkonto eingeht.
Da Sie sich in Verzug befinden, sind Sie auch zur Zahlung der Zinsen in Höhe von 6,58 Euro nach §§286, 288 BGB verpflichtet. Berücksichtigt wurden alle Zahlungen bis zum 25.02.2018.

Können wir bis zum genannten Datum keine Überweisung bestätigen, sind wir gezwungen unsere Forderung an ein Inkasso zu übergeben. Sämtliche damit verbundenen zusätzliche Kosten gehen zu Ihrer Last.

Die vollständige Forderungsausstellung Nr. 165940181, der Sie alle Buchungen entnehmen können, befindet sich im Anhang.

Mit verbindlichen Grüßen

Klarna Bank Jason Scwartz

Der Anhang ist gefährlich

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht verdächtig aussieht, doch wenn nicht erwähnt wird, um was es geht und Sie sich dazu den Anhang ansehen sollen, ist Vorsicht geboten. Vor allem, wenn es sich um eine .zip oder .doc-Datei handelt. Diese beiden Formate werden immer dann genutzt, wenn es darum geht, Schadsoftware unter die Leute zu bringen.

Sobald Sie die Datei öffnen, kann alles passieren. Entweder werden Sie „nur“ ausspioniert oder Ihr Rechner bzw. einzelne Dateien werfen gesperrt. In diesem Fall sollen Sie dann „Lösegeld“ zahlen, um sie wieder zu entsperren.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Ihnen zu schaden. Daher raten wir Ihnen dazu, die Mail zu löschen und niemals auf Links oder Anhänge zu klicken.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Virus-Mails:

  • Sie haben keinen Rechnungskauf über Klarna beantragt? Dann ist die Sache klar, dass es sich um einen Betrug handelt!
  • Es wird nicht genau erwähnt, um was für eine Bestellung es sich handelt
  • Sie sollen Ihre Rechnung herunterladen
  • Der Anhang wird als .zip oder .doc-Datei gesendet
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Die URL und die Absenderadresse klingen „irgendwie seltsam“
  • Sie haben keine Klarna-E-Mail in der Vergangenheit erhalten
  • Die genannten Anwälte/Kanzlei gibt es nicht
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Wenden Sie sich an Klarna unter 0221 669 501 10 oder per Chat
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

 


Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Ähnliche Beiträge


Schreibe einen Kommentar