Der eigene Ruf im Internet

Wir leben in einer Zeit, in der die Kommunikation im Internet einen großen Teil unserer gesamten Konversation einnimmt. Während face-to-face-Gespräche schnell in Vergessenheit geraten, hinterlassen Unterhaltungen im Netz jedoch nicht selten unangenehme Spuren.

Die Social-Media-Plattformen und ihre Gefahren

Gerade die derzeit beliebten Online-Communities, in denen bislang Fremde plötzlich als Freunde geführt werden, stellen eine Gefahr für den eigenen Ruf dar. Schnell hat man affektiv etwas geschrieben, was eigentlich besser ungesagt geblieben wäre. Doch schon hat die ganze Welt die Möglichkeit, es zu lesen. Unbedacht gibt man beispielsweise in einer öffentlichen Unterredung mit einem Arbeitskollegen zu, dass man gar nicht krank ist, sondern schwänzt, und denkt gar nicht daran, dass man den eigenen Chef ebenfalls in seiner “Freundschaftsliste” führt. Die Kündigung dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Langfristige Überlegungen für jedes Wort

Jeder sollte über seine eigene Zukunft nachdenken und sich bewusst machen, dass er im kommenden Jahr vielleicht einen neuen Job suchen könnte und sich der potentielle, neue Arbeitgeber wahrscheinlich im Netz auf die Suche nach Einträgen des Bewerbers macht. Man sollte sich daher dementsprechend ausdrücken und bei jedem Posting vorausschauend denken. Politisch fragwürdige Kommentare wirken sich höchstwahrscheinlich für den Bewerber im Rathaus ebenso ungünstig aus wie “Denglisch” für den angehenden Lektor.

Suchmaschinen und Programme helfen

Wer über seinen eigenen Ruf im Netz informiert sein möchte, sollte seinen eigenen Namen und seine Nicknames aus Foren und Communities einfach ab und zu in eine Suchmaschine eingeben und überprüfen. Es gibt auch verschiedene Webseiten, auf denen man nach kurzer Registrierung eine Analyse über den eigenen Status durchführen lassen kann. Für härtere Fälle existieren ferner diverse kommerzielle Löschdienste, die insbesondere rufschädigende Kommentare und Bilder aus dem Netz nehmen, die von Dritten abgegeben wurden. Denn nicht immer ist es die eigene Unbedachtheit, die zu einem negativen Online-Profil führt.


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