Abo-Fallen

Bisher genießt Facebook noch den Ruf, weitestgehend seriös zu sein. Doch seit einiger Zeit machen auch immer häufiger Meldungen von enttäuschten Usern die Runde: Nutzer, die unwissentlich in Abo-Fallen getappt sind.

Beispiel für eine Abo-Falle

Immer häufiger tauchen Fälle auf, in denen vermeintliche “Testergebnisse” von Fanpages die Unheilbringer sind. So werden Nutzer aufgefordert, ihre Handynummer mitzuteilen, damit man ihnen das Testergebnis zuschicken kann.

Tatsächlich schließt der Kunde jedoch durch Bekanntgabe seiner Handynummer ein kostenpflichtiges Flirt-Abo ab. Besonders hinterhältig ist die Art und Weise, mit welcher sich das Programm seinen Weg durch die Cyberwelt bahnt. Es gelangt über den “Gefällt mir”-Button zu seinen ahnungslosen Opfern.

Was sollte man tun, wenn man selbst Opfer wird?

Die Betroffenen sind oft ratlos und wissen weder ein noch aus. Hilfe bietet jedoch – wie bei Opfern der Zeitungswerbung – die Verbraucherzentrale. Prinzipiell gibt es auch im Internet eine Widerrufsfrist, mit welcher sich genannte Flirt-Abos widerrufen lassen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass sich unseriöse Unternehmen oftmals nicht von Widerrufsbriefen oder -Mails beeindrucken lassen und weiterhin Mahnungen über unseriöse Anwälte verschicken.

Die Abzockfirmen scheinen Hand in Hand zu arbeiten mit einer ganzen Reihe von Menschen, die ihnen den rechtlichen Rückhalt geben. Doch die Verbrauchzentrale rät, in keinem Fall Zahlungsaufforderungen nachzukommen. Oftmals ließen sich die Übeltäter ohnehin durch die Drohung mit einem Anwalt abschrecken.

Abo-Fallen vermeiden

Um einer teuren Abo-Falle zu entgehen, muss nicht jeder gleich auf den Facebook-Account verzichten. Es empfiehlt sich aber immer, vorsichtig mit den eigenen privaten Daten wie Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse umzugehen. Werden Nutzer zur Eingabe solcher vertraulicher Information aufgefordert, sollten sie besonders umsichtig alles Kleingedruckte der Webseite lesen und im Zweifelsfall auch die AGB des Anbieters durcharbeiten.

Auch eine Google-Suche des Anbieters oder eine Überprüfung des Impressums hilft manchmal den Übeltätern auf die Schliche zu kommen und seinen eigenen Geldbeutel zu schonen.


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