Abo-Fallen

Bei den sogenannten Abo-Fallen im Internet handelt es sich um unseriöse Angebote, bei denen dem Benutzer Kosten entstehen, die als solche zunächst nicht ersichtlich sind. Der Verbraucher muss für einen vermeintlich kostenlosen Dienst seine persönlichen Daten (Name, Anschrift, E-Mail-Adresse) angeben. Erst nachdem diese Daten abgegeben sind, wird deutlich auf das Entstehen von Kosten hingewiesen.

Tricks der Abo-Fallen

Abo-Fallen finden sich in fast allen Themengebieten im Internet. Sei es beim Download von normalerweise kostenloser Software, Musik oder Filmen, bei Kochrezepten, bei der Partnersuche, bei Routenplanern oder Gewinnspielen. Der Internetnutzer muss sich für diese Dienste registrieren und erhält anschließen per Post oder E-Mail eine Rechnung. Meistens handelt es sich bei den Abo-Fallen um zweijährige Abonnements von Diensten des Anbieters. Bei der Registrierung wird natürlich nicht auf entstehende Kosten hingewiesen, diese sind entweder gar nicht oder nur sehr schwer ersichtlich.

Wie verhalte ich mich, wenn ich in die Abo-Falle tappe?

Sehr schnell, nachdem man in eine der zahlreichen Abo-Fallen im Internet getappt ist, erhält man eine Rechnung mit einer nachdrücklichen Warnung, den geforderten Betrag möglichst bald auf ein angegebenes Konto zu überweisen. Viele Menschen zahlen aus Angst. Doch das ist falsch. Fakt ist: Wenn man auf eine Abo-Falle hereingefallen ist, muss man nicht bezahlen. Wurde nicht vor Vertragsabschluss deutlich auf die Kosten hingewiesen, so hat diese Vereinbarung vor der deutschen Rechtsprechung keinerlei Bestand.

Die Betreiber der Abo-Fallen hoffen nur darauf, dass die Menschen nach Einschüchterungen irgendwann bezahlen. Und tatsächlich folgen, wenn der gewünschte Betrag nicht überwiesen wurde, schnell Drohungen der verschiedensten Art: Post von Anwälten oder Inkassounternehmen, E-Mails, in denen mit Gefängnisstrafen gedroht wird und viele weitere Versuche, den Kunden zum Zahlen zu bewegen.

In solch einer Situation sollten alle Drohungen einfach ignoriert werden. Denn die Betreiber wissen genau, dass sie mit ihrem Verhalten nach deutschem Recht keinen Erfolg haben können. Zwar kann es sogar Jahre dauern, bis keine Drohungen, Mahnungen und Anwaltsschreiben mehr eingehen, aber zahlen sollte man auf keinen Fall, denn ausschließlich davon leben diese Betrüger.


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