E-Mail von Interpol: „Wir haben alle notwendigen Informationen, um Sie zu verhaften“

Wer eine E-Mail von Interpol erhält, wird im ersten Moment mit Sicherheit verunsichert sein. Kein Wunder, denn immerhin handelt es sich um die internationale kriminalpolizeiliche Organisation. In deren Scheinwerferlicht möchte wohl niemand stehen – schon gar nicht unschuldig.

– – – Selbstverständlich hat Interpol nichts mit dieser E-Mail zu tun. Sie wurde ebenso von Betrügern versendet, die beispielsweise im Namen von eBay, Immonet oder Amazon schreiben. – – –

E-Mail von Interpol: Fake oder nicht? (MarcelloRabozzi/pixabay)

E-Mail von Interpol: Fake oder nicht? (MarcelloRabozzi/pixabay)

„Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme…“

Fake-Mails im Namen von Amazon oder PayPal kennen wir alle schon zur Genüge. Doch Betrüger lassen sich nicht Lumpen und nutzen nicht nur die guten Namen von Unternehmen und Anwaltskanzleien, sondern jetzt auch von Interpol.

Frecher geht es kaum – allerdings auch wenig wirkungsvoller. Wer würde schon vermuten, dass es sich hierbei um einen so dreisten Fake handelt?

Leider (oder wohl besser zum Glück) ist das doch der Fall. Seien Sie also vorsichtig!

So (oder so ähnlich) lautet die E-Mail von Interpol:

Hallo: [Ihr Name] ,

Wir haben uns befohlen, eine Klage gegen Sie zu ergreifen, weil Sie die Regeln und Vorschriften des INTERPOL nicht einhalten. Wir haben Ihnen 8-12 Stunden Ultimatum gegeben, um uns mit dem Western Union Quittung der 250 Euro und Misserfolg zu kontaktieren So werden wir eine Klage gegen Sie machen.

Beachten Sie, dass alle Ihre Daten bei uns sind und wir werden Ihnen so bald wie möglich eine Klage erheben.

ANMERKUNG: Fälle von betrügerischen Verkäufern wurden uns über die Jahre gemeldet und wir versuchen, dies zu vermeiden.

Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um die Sicherheit des Käufers und des Verkäufers zu gewährleisten.

Wir haben alle notwendigen Informationen, um Sie zu verhaften, wenn Sie nicht auf diese E-Mail innerhalb der nächsten 24 Stunden antworten.

Achtung, das ist Vorschussbetrug!

In der Regel erhalten Sie diese E-Mail, weil Sie auf einem Kleinanzeigenmarkt angemeldet sind. So wird eine mögliche Verbindung geschaffen, die das alles glaubwürdig erscheinen lassen soll.

Hierbei sollen Sie 250 Euro bezahlen, dann soll die Ermittlung wohl eingestellt werden. Bei dem Vorwurf der „betrügerischen Verkäufe“ werden sicherlich viele übersehen, wie schlecht diese E-Mail geschrieben ist. Auch pokern die Betrüger darauf, dass sie jemandem mit mangelnden Deutschkenntnissen oder purer Unerfahrenheit schreiben.

Gehen Sie auf keinen Fall auf diese E-Mail ein! Antworten Sie nicht und bezahlen Sie kein Geld. Das würden Sie wahrscheinlich niemals wiedersehen.


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