PayPal-Phishing: „Aufgrund einer EU-Gesetzesregelung“

Mal wieder ist PayPal-Phishing im Umlauf. Die E-Mails sollen Sie verunsichern und in die Falle locken. Warum Sie den Link auf keinen Fall anklicken sollten? Das erklären wir Ihnen gerne!

– – – PayPal ist nicht verantwortlich für diese Phishing-Mail. Sie wurde, ebenso wie viele ähnliche Versionen, von Betrügern verfasst. – – –

PayPal-Phishing (Quelle: Screenshot)

PayPal-Phishing (Quelle: Screenshot)

Angeblich sollen Sie vor finanziellen Verlusten geschützt werden

PayPal hat nach eigenen Angaben rund 192 Millionen aktive Nutzer. Eine stolze Zahl. Das finden auch Betrüger, die sich tagtäglich auf die Jagd nach Nutzerdaten machen.

Beispielsweise mit dieser E-Mail, die wir Ihnen hier vorstellen. Angeblich sei eine Eu-Gesetzesregelung dafür verantwortlich, dass nun alle Kundendaten verifiziert werden müssen. Dazu sollen Sie sich über den mitgesendeten Link „einloggen“. Doch genau davor warnen wir Sie ausdrücklich!

Daten dieser E-Mail:
Betreff: Wir bitten um eine erneute Verifizierung
Absender: Pay Pal <service@paypal.de>
Leitet auf: Fake-PayPal-Login

So lautet die PayPal-Phishing-Mail:

Wichtige Information

Sehr geehrter Kunde,

Aufgrund einer Eu-Gesetzesregelung sind alle Zahlungsanbieter im Europäischen Raum seit dem 15.05.2017 gesetzlich dazu verpflichtet Ihre Kundendaten zu verifizieren.

Aus diesem Grund müssen wir Sie bitten Ihre Kundendaten zu bestätigen. Bitte nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und führen Sie den Prozess unter folgendem Link durch:

Bestätigungsprozess starten [LINK]

Was mache ich jetzt?
Bitte bestätigen Sie Ihre Daten innerhalb von 48 Stunden. Sollte keine Bestätigung vorliegen sind wir dazu verpflichtet gezwungen Ihr Konto vorübergehend zu deaktivieren.

Vorsicht, der Link ist gefährlich!

Wie für PayPal-Phishingmails typisch, werden Sie über den Link auf eine neue Seite geleitet, die dem echten PayPal-Login zum Verwechseln ähnlich sieht. Lassen Sie sich auf keinen Fall täuschen, denn dabei handelt es sich um einen Fake. Schauen Sie sich einmal die URL in der Browserzeile an und es wird Ihnen wie Schuppen von den Augen fallen, dass da etwas nicht stimmen kann.

Sollten Sie in die Falle tappen, werden Sie schon bald merken, dass Sie sich nicht mehr in Ihr Konto einloggen können. Die Betrüger haben dies nämlich dann übernommen, weil Sie ihnen unwissentlich die Daten zur Verfügung gestellt haben.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie haben kein PayPal-Konto und hatten nie eins
  • Keine persönliche Anrede und persönlicher Ansprechpartner
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Sie werden aufgefordert, Ihre Daten über einen Link zu aktualisieren
  • Fehlender Hinweis in Ihrem Account
  • Die Absender- und Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Ähnliche Beiträge


Schreibe einen Kommentar