Fake-News: Gratis Kuraufenthalt-Begleitperson für Musliminnen

Fake-News verbreiten sich schnell – vor allem dann, wenn man sich richtig schön über die aufregen kann. Derzeit kursiert in den sozialen Medien das Gerücht, dass eine österreichische Krankenkasse Musliminnen gesondert behandeln würde.

Fake-News (LoggaWiggler/pixabay)

Fake-News (LoggaWiggler/pixabay)

„Die kriegen immer mehr und wir nicht“

Wie Sie sicher mitbekommen haben, hat die Flüchtlingskrise die Menschen in Deutschland (und auf der Welt) gespalten. Es haben sich regelrechte Lager gebildet, die dafür oder dagegen waren. Doch auch schon davor war die Behandlung von „Ausländern“ ein heißes Thema, denn irgendwo gibt es immer jemanden, der sich benachteiligt fühlt.

Aktuell wird eine zwei Jahre alte Falschmeldung verbreitet, in der es darum geht, dass der Islam den Musliminnen verbietet, ohne Ihren Mann auf Kur zu gehen. Es mag viele Dinge geben, die man nicht versteht, wenn man diesem Glauben nicht angehört, doch das entspricht nicht der Wahrheit.

Ebenso wenig stimmt die ganze News an sich.

So lautet die Fake-News:

Nicht zu glauben, o d e r ?

Wird in Österreich von einer österreichischen Krankenkasse einer Muslimin eine Kur genehmigt, so hat automatisch der Ehemann das Recht, mit auf Kur zu gehen***!
(Aufgrund ihres Glaubens, dürfen Muslime nicht ohne Begleitung ihres Gatten kuren ….) *** Nichts dagegen, wenn er es selbst bezahlt, nur müssen sie das eben nicht ! (Dafür wird uns dann die Kur abgelehnt und bei den Muslimen werden es immer mehr.) ************** Dies ist keine „Ausländerhetze“, sondern nzr ein weiteres Sittenbild, wie es in Österreich abäuft !

Fake-News: Dementi der OÖGKK

Auf Facebook hat sich die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse zu diesem Thema geäußert und klargestellt, was es damit auf sich hat.

Derzeit werden in den sozialen Medien Nachrichten verbreitet, wonach die Krankenkassen bei einem Kuraufenthalt Begleitpersonen für Musliminnen finanzieren. Diese Behauptung ist frei erfunden!
Die #OÖGKK handelt auf Basis von gesetzlichen Bestimmungen. Niemand wird bevorzugt oder benachteiligt – weder aufgrund von Alter, Herkunft, Religion oder Geschlecht
„, heißt es unter anderem in der Stellungnahme.

Sollten Sie diese oder eine ähnliche Meldung entdecken, sollten Sie sie nicht direkt teilen. Recherchieren Sie zunächst den Wahrheitsgehalt. Hetzmeldungen helfen nicht dabei, in Frieden zu leben.


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