Webcams vor Hackern schützen: So funktioniert’s

Webcams gehören inzwischen zur Standardausrüstung von PCs, Laptops oder Smartphones. Doch neben praktischen Funktionen wie zum Beispiel Videotelefonie bergen sie auch Gefahren. Immer wieder verschaffen sich Hacker mit Hilfe von Trojanern Zugriff auf private Webcams und somit auf persönliche Daten, Bilder und Videos der Nutzer. Schutz bietet zum Beispiel eine Firewall.

Gefahr durch die Kameralinse

Sicher einkaufen im Internet

Kontrolliert ein Hacker die Webcam, kann er Fotos und Videos oft unbemerkt aufnehmen und weiterverwenden.(Bild: vgstudio – Fotolia)

Wer leichtfertig mit seiner Webcam umgeht, wird für Hacker nur allzu schnell zum leichten Opfer. Mit bestimmten Programmen bzw. Trojanern ist es möglich, die Webcam und das damit zusammenhängende Computersystem von überall aus zu kontrollieren. So landen oft nicht nur unerwünschte Bilder und Videos im Internet – die Hacker können die Kamera unbemerkt steuern und so zum Beispiel auch die Tastatur filmen, um die Eingabe von Passwörtern aufzuzeichnen und sich anschließend in die Online-Konten einzuloggen.

Unauffällige Tricks der Hacker

Tückisch an der Webcam-Spionage ist das meist unauffällige Aktivieren der Webcam. Während – vor allem bei losen Kameras, die zum Beispiel via USB angeschlossen werden – ein Lämpchen blinkt, um eine Aufnahme zu signalisieren, ist bei vielen fest eingebauten Webcams kaum erkennbar, ob gerade Bilder oder Videos aufgezeichnet werden.

Wie können Hacker-Angriffe erkannt werden?

Wer befürchtet, Opfer eines Hacker-Angriffs geworden zu sein, kann dies schnell überprüfen. Die erste Maßnahme sollte ein Virenscan bei getrennter Internetverbindung sein. So können Trojaner und Viren entdeckt und bestenfalls eliminiert werden. Weiterhin kann die Aktivität der Webcam mithilfe des Task-Managers überprüft werden. Sind auch nach einem Neustart des PC’s Aktivitäten verzeichnet, ohne dass man selbst die Webcam nutzt, besteht die Möglichkeit, dass sie fremdgesteuert wird.

Im Vorfeld vor Webcam-Angriffen schützen

Wer einige Sicherheitsvorkehrungen trifft, kann sich vor der Webcam-Spionage schützen. Viele User überkleben hierfür ihre Webcam mit dunklem Klebeband. Zwar zeigt auch diese Maßnahme Wirkung, doch wer sich nicht mit Kleberesten herumärgern und auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich an folgende Hinweise halten:

  • Keine E-Mails unbekannter Absender mit fragwürdigen Anhängen öffnen – die Trojaner, die das System angreifbar für Webcam-Hacker machen, können per Mail verschickt werden
  • Aktuelle Antivirensoftware immer installieren und auf regelmäßige Updates achten
  • Den Stecker externer Kameras immer ziehen, solange sie nicht genutzt werden.
  • Updates der Kamera-Hersteller installieren
  • „Remotesteuerung“ bzw. Fernsteuerung in den Systemeigenschaften des Computer deaktivieren
  • Im Sonderfall Smartphone: Zugriffsrechte von Apps auf die Kamera überprüfen

Wer seine Kamera komplett deaktivieren möchte, kann dies bei Windows unter den Menüpunkten Start → Windows → Gerätemanager → Bildverarbeitungsgeräte tun.

Im Apple-Betriebssystem muss die Datei „QuickTimeUSBVDCDIgitizer.component“ unter System → Library → Quicktime in einen anderen Ordner verschoben werden. Um die Kamera wieder zu aktivieren, wird die Datei wieder im ursprünglichen Ordner eingefügt.


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One Response to “Webcams vor Hackern schützen: So funktioniert’s”

  1. Jens sagt:

    Mittlerweile kann man das ganze auch per Software schützen lassen.

    https://www.microsoft.com/de-de/store/p/webcam-security-guard/9pchn261vr8v?rtc=1


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