WhatsApp: Myteriöses Kerzenbild beunruhigt Nutzer

WhatsApp-Nutzer werden derzeit mit einem üblen Kettenbrief verunsichert: Mit einer Kerze als Profilbild sollen sie an das Krebsleiden vieler Patienten erinnern. Hinter der Aktion verstecken sich Betrüger, die Anwendern eine Strafe anhängen wollen. Denn das empfohlene Foto ist urheberrechtlich geschützt und nicht für den kostenlosen Gebrauch bestimmt.

Kerzenbild sorgt für Verwirrung

WhatsApp-Nutzer sollen ein Kerzenbild als neues Profilbild verwenden.

Symbolbild: Ein ähnliches Kerzenbild verunsichert momentan WhatsApp-Nutzer. (sonne fleckl – Fotolia)

Nachdem der Instant Messenger vor Kurzem bereits mit blauen, „gelesen“-Häkchen in die Kritik geriet, kommt von außen jetzt ein neuer Angriff auf das beliebte Programm zu. Es wurde bekannt, dass es schon seit längerer Zeit Aktionen mit Kettenbriefen gibt. Im April 2014 sorgte ein Bild der Comicfigur „Puschel“ für ähnlich große Aufregung. Im aktuellen WhatsApp-Fall kommen sie mit einem vermeintlich sinnvollen Anhang daher. Welchen Zweck die Kettenbriefe verfolgen, steht noch nicht fest.

In der Nachricht steht sinngemäß folgendes:

  • Der Nutzer soll für 24 Stunden die Kerze der Hoffnung als neues Profilbild nutzen.
  • Dies gelte symbolisch als Zeichen für Solidarität gegenüber allen Krebspatienten.
  • Sie sollen sich glücklich schätzen gesund zu sein und das Bild an alle ihre Freunde weiterleiten.

Urheberrechtsverletzung droht

Im Jahr 2013 tauchte eine Nachricht mit ähnlichem Inhalt bei WhatsApp auf. Wie im damaligen Fall folgt auf die nette Idee eine böse Mitteilung. Alle Personen, die das Bild genutzt haben, machen sich strafbar und könnten nun abgemahnt werden. Rechtsexperten warnen immer wieder eindringlich davor, fremde Bilder ungefragt zu verwenden. Egal ob sie von Profifotografen stammen oder von Laien. Denn dies stellt immer eine Urheberrechtsverletzung dar. Daher:

  • Der Aufforderung, das Bild zu nutzen, nicht folgen.
  • Stattdessen ein eigenes Kerzenfoto verwenden.

Gruseliger Kettenbrief an Kinder und Jugendliche

Auch vor Kindern und Jugendlichen schrecken die Kettenbriefe nicht zurück. Mit einer bedrohlichen Nachricht werden die jungen Menschen erpresst, den Inhalt an 20 Personen zu verschicken. Wenn sie dies nicht machen würden, komme der Absender um Punkt 24 Uhr in ihr Schlafzimmer und beobachtet sie. Wörter wie gruselig, Herzinfarkt und dunkel, sollen Urängste wecken und so zu einer wahren Flut an Kettenbriefen führen. Experten raten daher Eltern und ihren Sprösslingen, niemals Mitteilungen von Fremden zu öffnen oder sogar weiterzuleiten. Hinter der Nachricht könnte sich ebenso ein Spam-Angriff verbergen, wodurch schädliche Inhalte auf das Smartphone gelangen.- mit schwerwiegenden Folgen.


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3 Responses to “WhatsApp: Myteriöses Kerzenbild beunruhigt Nutzer”

  1. Ahlerd sagt:

    Hier ist eine Richtigstellung.

    http://www.mimikama.at/allgemein/stellungnahme-zu-kerzenbild-im-whatsapp-profil-status/

    • ahll-clear sagt:

      Das ist *keine* Richtigstellung (bzgl. obigen Artikels)!
      Sondern eine Richtigstellung bzgl. Aussagen anderer Medien.

      Know the bloody difference before suggesting BS! Denn obiger Artikel ist korrekt.

  2. […] Wie gerne zeigen wir uns doch solidarisch, und zur Vorweihnachtszeit passen Bilder von brennenden Kerzen dazu besonders gut. Warum also nicht der über WhatsApp zugeschickten Aufforderung nachkommen und das beigelegte Foto als Bildschirmhintergrund verwenden, um sich Krebspatienten gegenüber solidarisch zu zeigen? Weil das Foto urheberrechtlich geschützt ist. Es ist durchaus möglich, dass der Kettenbrief die Absicht hat, erst das Bild zu verteilen, um anschließend diejenigen abzumahnen, die der Aufforderung erkennbar nachkommen. Das hat weniger etwas mit Solidarität als mit Selbstbereicherung zu tun, wie der Informationsdienst Spam-Info zeigt [http://www.spam-info.de/4693/whats-app-mysterioeses-kerzenbild-beunruhigt-nutzer/]. […]


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