LKA: Angebliche Microsoft-Mitarbeiter raten zum Download von Virus

Cyber-Kriminelle, die sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgeben, weisen in einem Telefonanruf darauf hin, dass der eigene Computer von einem Virus mit Schadsoftware befallen sei und das Betriebssystem bald versagen würde. Die Täter bieten gegen eine Zahlung von 80 bis 200 Euro neben einer lebenslangen Garantie an, den Computer mittels einer vom Opfer heruntergeladenen Schadsoftware zu reparieren und zu warten.

Warnung vor Betrügern durch das LKA

Betrug

Die Kriminellen geben am Telefon eine falsche Identität an, um Vertrauen zu gewinnen. (Bild:Gerhard Seybert/Fotolia)

Seit Längerem versuchen Betrüger, die sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgeben, Nutzern in Deutschland Schaden zuzufügen, indem sie behaupten, dass ihr Computer von einem Virus befallen sei.

Um sich zu schützen, soll der User ein Programm herunterladen, mit dem die Täter den Schaden angeblich beheben können. Doch hinter dem Programm versteckt sich eine Schadsoftware. Vor dieser neuen Methode warnt nun das Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamts in Nordrhein-Westfalen, nachdem letzte Woche vermehrt Fälle dieser Art aufgetreten und bekannt geworden sind.

Vorgehensweise der Kriminellen

Indem sich Betrüger in meist englischer Sprache am Telefon als Mitarbeiter der Firma Microsoft ausgeben und behaupten, dass der Angerufene einen vermeintlichen Virus mit Schadsoftware auf seinem Computer habe und das Betriebssystem bald versagen würde, versuchen die Kriminellen an das Geld ihrer Mitmenschen zu gelangen. Die Täter bieten gegen eine Zahlung von 80 bis zu 200 Euro eine Reparatur, eine Fernwartung und eine lebenslange Garantie an.

Hierzu müsse das Opfer nur ein Programm auf einer Website herunterladen und anschließend installieren. Mithilfe dieses Remote-Programms verschaffen sich die Täter Zugriff auf den Computer des Opfers und zeigen diesem die angeblich von einem Virus befallenen Dateien.

  • Doch nicht nur das: Dieses Programm, mit dem die Kriminellen angeblich den Computer aus der Ferne warten und reparieren wollen, ermöglicht diesen auch, die Bank- und Kreditkartendaten auszuspionieren und den Computer zu blockieren.

Außerdem, so die Betrüger, könne man für einen schnelleren Schutz ein Virenschutzprogramm bei ihnen käuflich erwerben. Dafür verlangen die Täter gleich die Kreditkartennummer. Markus Röhrl, Leiter des Cybercrime-Kompetenzzentrums erklärte daher: „Jeder muss misstrauisch sein, wenn er ohne erkennbaren Anlass von einem angeblichen Microsoft-Support-Mitarbeiter angerufen wird“.

  • Wichtige Hinweise: Röhrl erläuterte weiter, dass Mitarbeiter der Firma Microsoft niemals ihre Kunden zu Hause oder in der Arbeit anrufen würden. Er rät, auf keinen Fall seine persönliche Daten oder Kreditkartendaten herauszugeben und die Internetseite zum Download des Programms aufzurufen.

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