Erneuter BKA-Trojaner befällt Computer

Es ist gerade mal ein paar Monate her, als der letzte BKA-Trojaner die Runde machte. Bereits damals infizierte der Schädling tausende Computer und forderte die Nutzer auf, mit einer Zahlung wieder Zugriff auf ihr System zu erhalten. Jetzt macht ein neuer BKA-Trojaner von sich reden, der sogar vor kinderpornografischer Darstellung kein Halt macht.

„Die Funktion ihres Computers wurde aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt“. Diese Nachricht poppt aktuell auf vielen deutschen Computern auf und lässt Schlimmes erahnen. Gleichzeitig beschuldigt das Fenster den Nutzer, kinderpornografisches Material verbreitet, terroristische Aktionen unterstützt und an anderen Straftaten teilgenommen zu haben. Aus diesem Grund wird „Ihr Internet Service Provider blockiert“. Bei der Nachricht handelt es sich um die neueste Version des BKA-Trojaners, der bereits 2011 die Runde machte. Die Schadsoftware hat jedoch nichts mit dem Bundeskriminalamt zu tun, sondern verwendet nur den Namen des Amtes, um Verwirrung zu stiften. Auch die Gesellschaft für Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) wird in der Nachricht genannt.

Bundestrojaner

Der BKA-Trojaner wirkt seriös und erzeugt genau deshalb Verwirrung. (Bild: Screenshot BKA/KB)

100 Euro für die Entsperrung des PCs

In Wahrheit stecken Hacker hinter dem Trojaner und hoffen auf schnelles Geld von leichtgläubigen Bürgern. In der Nachricht erscheint eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 100 Euro, die den Zugriff auf Internet und Computer wieder freigeben soll. Wer dem nicht innerhalb von 48 Stunden nachkommt, erhält laut BKA-Trojaner eine Strafanzeige. Das Bundeskriminalamt hat Stellung zu der Schadsoftware bezogen und weist ganz klar darauf hin, dass der Betrag „auf keinen Fall“ gezahlt werden soll. Das investierte Guthaben sieht man nie wieder und auch die bedrohliche Nachricht verschwindet dadurch nicht.

Bild auf keinen Fall speichern

Besonders perfide wird der Trojaner durch die Einbindung eines kinderpornografischen Inhaltes, der die Nutzer einschüchtern soll. An dieser Stelle muss der Computer-Besitzer sogar aufpassen, dass er keine Straftat begeht, denn eine Speicherung des Fotos stellt einen klaren Tatbestand dar. Wer sein System schützen will, greift laut BKA auf die neuesten Updates der Anti-Viren-Software zurück. Sollte der PC jedoch bereits befallen sein, hilft die Seite www.botfrei.de mit nützlichen Tipps, um den Schädling wieder los zu werden.


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